An der Spitze stehen Böbes Aerni (alt Gemeinderat FDP), Georg Hasenfratz (alt Gemeinderat SP), Doris Känzig (Gemeinderätin SVP), Adolf C. Kellerhals (alt Gemeinderat CVP), Adrian Steinbeisser (parteilos) und Edi Stuber (parteilos). Das Komitee meldet sich zur Abstimmung vom 17. Juni. «Der Stadtrat von Olten und Fusionsbefürworter werden nicht müde zu behaupten, eine Fusion werde Olten im Wettbewerb mit benachbarten Städten und Regionen stärken. Liest man aber die Fusionsvorlage genau, wird klar: Die Fusion schwächt den Motor dieser Region, die Stadt Olten.»

«Synergien nutzen und sparen»

Mit der Fusion werde sich die finanzielle Lage von Gross-Olten massiv verschlechtern. Deshalb erwähnt der Stadtrat im Antrag an das Gemeindeparlament vorsorglich ein Steuersatz von 103 Prozent (heute 95). «Doch man könnte auch Synergien nutzen und sparen», so das Komitee. Will heissen: In der Verwaltung müssten Stellen gestrichen werden. Der Stadtrat lasse nicht erkennen, dass er Synergien kraftvoll nutzen wolle. Sonst wäre dies im Fusionsvertrag festgeschrieben.

Für das gewünschte Gross-Olten fehle als Entscheidungsgrundlage ein Finanz- und Investitionsplan. Ein solcher Finanzplan würde konkret aufzeigen, welche Investitionen sich Gross-Olten noch leisten kann und welche nicht. «Die Fusionsbefürworter wollen diese Informationen nicht veröffentlichen.» Die Bevölkerung soll die «Katze im Sack» kaufen. (mgt)