Olten

Neben Profis spielen auch Amateure am Schachturnier

Der Eintritt zum Turnier ist gratis.

Der Eintritt zum Turnier ist gratis.

Das Schach-Bundesturnier geht zum fünften Mal im Oltner Hotel «Arte» über die Bühne.

Zum fünften Mal nach 2003, 2009, 2011 und 2014 gastiert über die Auffahrtstage das Bundesturnier in Olten – zum dritten Mal organisiert vom Schachklub Olten. Das Bundesturnier ist das zweitwichtigste Einzelturnier des Schweizerischen Schachbundes neben den Schweizer Einzelmeisterschaften. OK-Präsidentin Catherine Thürig und ihr gegenüber den letzten beiden Bundesturnieren nahezu unverändertes Team erwarten gegen 350 Spieler(innen) aus aller Welt. Darunter befinden sich einige, die ihr erstes Schachturnier spielen.

Denn der Schachklub Olten hat neben den reglementarisch vorgeschriebenen fünf Kategorien erstmals auch ein fünfrundiges Hobbyturnier für Amateure mit Spezialpreisen für Jugendliche ins Programm aufgenommen. Für dieses kann man sich am Donnerstag bis 11 Uhr im Turnierlokal anmelden. «Damit bieten wir», so Catherine Thürig, «Freizeitschachspielern die Möglichkeit, unter ihresgleichen einmal wettkampfmässig ein paar Schachpartien zu spielen – ohne zu befürchten, gegen einen Klubspieler unterzugehen.»

Huss, Bänziger, Kamber …

Das Hauptinteresse der Schweizer Schachfamilie richtet sich natürlich auf das Hauptturnier I, in dem der beste Schweizer Spieler den Titel eines Bundesmeisters gewinnen kann. Neben einigen nichttitelberechtigten ausländischen Profis wie die vier Grossmeister Christian Bauer (Frankreich), Dejan Pikula (Serbien), Mihajlo Stojanovic (Serbien) und Michail Kasakow (Ukraine) sind mit Titelverteidiger IM Andreas Huss (Lausanne), dem amtierenden Schweizer Seniorenmeister FM Patrik Hugentobler (Volketswil) und dem stärksten Schweizer Nachwuchsspieler FM Fabian Bänziger (Pfäffikon/SZ) einige renommierte einheimische Spieler am Start. 

Ebenso wie der Oltner Lokalmatador FM Bruno Kamber – mit drei Siegen (1998/2001/2007) einer der erfolgreichsten Spieler in der 93-jährigen Geschichte des Bundesturniers. Seit seinem letzten Bundesmeister-Titel ist zwar ein Jahrzehnt vergangen, doch mit dem 53-jährigen Routinier wird wiederum zu rechnen sein. «Ich werde jedenfalls meine Chancen nutzen, wenn sich welche ergeben», freut sich Bruno Kamber auf sein Heimturnier.

Apropos Heimturnier: Für viele Schweizer Schachspieler sind Olten als zentralste Stadt des Landes und das Hotel «Arte» mit seinen grosszügigen Spielbedingungen (ideal für Spieler und Zuschauer) zu einer Art «Domizil» für das Bundesturnier geworden. Auch wenn es primäres Ziel ist, den Teilnehmern optimale Spielbedingungen zu bieten, so hat der Schachklub Olten das Bundesturnier auch dieses Jahr zum Anlass genommen, Schach im Bewusstsein der regionalen Bevölkerung verankern.

Attraktives Rahmenprogramm

Deshalb wurde im Vorfeld des Turniers in Zusammenarbeit mit dem Verein Die Schulschachprofis ein über acht Lektionen führender Schachkurs für Jugendliche angeboten – auch in der Hoffnung, dass einige der Kursteilnehmer im Hobbyturnier spielen. Am Vorabend des ersten Turniertags gibt FM Fabian Bänziger, amtierender Schweizer Meister U16 und jüngster FIDE-Meister in der Schweizer Schachgeschichte, im «Arte» eine Simultanvorstellung für Behörden und Sponsoren. Für die Eröffnung (Regierungsrat Roland Fürst) und Siegerehrung (Stadtpräsident Martin Wey) machen zwei Politiker ihre Aufwartung.

«Wir freuen uns auf vier Tage Schach pur», sagt Catherine Thürig. «Wir laden alle ein, bei freiem Eintritt mal im ‹Arte› vorbeizuschauen oder im ‹Lichtspiel› weltmeisterliche Atmosphäre zu geniessen.»

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