Oltner Fasnacht

Närrische Tage sollen mehr für den Oltner Fasnachts-Nachwuchs bieten

Der Kinderumzug ist seit Jahren eigentlich unverändert gut besucht.

Der Kinderumzug ist seit Jahren eigentlich unverändert gut besucht.

Eine scheinbar stets geringer werdende Kinderschar an den Fasnachtsanlässen in der Stadt Olten lässt die Fuko aktiv werden. Allerlei Aktionen sollen das Fasnachtsvirus unter der jungen Garde verbreiten helfen.

Sieht man von den Kindern aus den eigenen Reihen mal ab, so macht sich in Olten der Fasnachtsnachwuchs zunehmend dünner. Dies jedenfalls glaubt die Fuko festgestellt zu haben. Deshalb bläst man dort zur Offensive. Eine Fasnacht ohne Nachwuchs – undenkbar. «Selbst in den Kindercliquen, dem eigentlichen Reservoir der Grossen, ist der Nachwuchs nicht allzu breit gestreut», weiss Marion Rauber, Fuko-Mitglied und Säli-Zünftlerin.

Natürlich sei dabei auch der Fasnachtszeitpunkt entscheidend. Denn zur Ferienzeit sind bekanntlich jeweils deutlich weniger Kinder unterwegs. Das betrifft auch die Kindernarren-Party, die in den letzten Jahren einen bescheideneren Aufmarsch erlebt habe. «Abgesehen vom donnerstäglichen Kinderumzug, der immer etwa gleich gut besucht ist, gibt es tatsächlich ein schwindendes Interesse», schiebt sie nach.

Vor allem aber gebe es viele Kinder mit Migrationshintergrund, die zwar anwesend seien, aber keinen direkten Bezug zur Fasnacht hätten und unverkleidet und unmaskiert immer etwas hilflos wirken würden. Die Fuko hat also Handlungsbedarf ausgemacht.

Zielgerichtet mit Robi

Aus diesem Grund hat sich die Fuko mit den Verantwortlichen des Robi zusammengesetzt und ein neues Konzept erarbeitet. Im Vorfeld der närrischen Tage wird Fasnacht dort in Workshops zum Thema. Zum Ankerangebot gehört Basteln von Masken oder das Schminken von Gesichtern. Als Motivator auf der rechten Aareseite tritt das Einkaufscenter Sälipark auf, quasi als Fasnachtskatalysator.

Bereits ab 13 Uhr gibts am Schmutzigen Donnerstag vor dem Migros Sälipark Spiel, Spass und «öppis z trinke». Darüber hinaus erhalten alle die neue Kinderplakette. Punkt 14.15 Uhr startet der Kinderumzug denn auch beim Sälipark und führt über Bifangstrasse – alte Aarauerstrasse – Winkelunterführung – Holzbrücke – Hauptgasse – Marktgasse hin zum Ildefonsplatz, wo die bewährte Kombination Risotto und Tee wartet. An Letzterem hat sich nichts geändert. «So kann auch die rechte Aareseite besser ins fasnächtliche Geschehen integriert werden, sagt Marion Rauber.

Auffrischung am Dienstag

Auch die dienstägliche Kinder Naare-Party auf dem Platz der Begegnung erfährt eine Auffrischung: Erstmals werden dort zwischen 14 und 17 Uhr auch Masken gebastelt, kann sich Kleinnaar und Kleinnäärin schminken lassen, tanzen und «es Föteli mit em Obernaar mache», wie das Programm verheisst. Zudem werden die Kostüme prämiert und viele schöne Preise vergeben. Und natürlich dürfen Guggeklänge dazu auch nicht fehlen.

Mit diesem Anfang lässt es die Fuko aber nicht bewenden und hält für die nahe Zukunft noch weitere Neuigkeiten bereit: «Zu nennen wäre da etwa ein Kostümverleih, eine Instrumentenabgabe mit anschliessendem Guggekonzert und vermehrte Auftrittsmöglichkeiten für bestehende Kindercliquen», blickt Marion Rauber in die Zukunft. Das alles ist zwar noch nicht wirklich spruchreif, aber zumindest «angedacht».

Rechnung, die aufgeht

Ein Anfang jedenfalls ist mit den Neuerungen der Fasnacht 2014 absolut gemacht. «Unsere Vision ist eine einfache», sagt Marion Rauber neckisch: «Kinder erhalten durch unsere gesteigerten Angebote vermehrt die Möglichkeit, Einsicht ins Kulturgut Fasnacht zu geniessen und sich vom Fieber anstecken zu lassen. Der Nachwuchs ist so gesichert», lacht sie.

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