Kappel

Nadelöhr Kreisel Kreuzplatz in Revision

Das gültige Verkehrsregime während der Bauphase 1, die bis Anfang September dauert. zvg

Das gültige Verkehrsregime während der Bauphase 1, die bis Anfang September dauert. zvg

Am Montag startet die Sanierung des Kreisels Kreuzplatz. Eine Herausforderung, denn neben viel privatem Verkehr führen auch vier Buslinien über den Knoten.

Gehen fünf Varianten von möglichen Verkehrsführungen im Vorfeld eines Bauprojekts in die Vernehmlassung, kann selbst der Laie davon ausgehen: Die Sachlage dürfte komplex sein — wohl wenig Platz und dennoch ein hochfrequentierter wichtiger Verkehrsträger. Das trifft exakt auf den Kreisel Kreuzplatz in Kappel zu, der bis Anfang Dezember gesamtsaniert wird, einen um rund 2 Meter vergrösserten Durchmesser (neu 22 Meter) und eine Fahrbahn aus Beton erhält. Es habe sich gezeigt, dass die Asphaltbeläge den Walkkräften nicht zu widerstehen vermögen, so das verantwortliche kantonale Amt für Verkehr und Tiefbau (AVT). Zusätzlich wird die Bushaltebucht «Kappel Kreuz» erneuert. Bis Anfang Dezember sollen alle Arbeiten inklusive jene der Erneuerung diverser Werkleitungen abgeschlossen sein. Kostenpunkt für den Kanton (ohne Werkleitungen): 1,2 Mio. Franken.

Variante West-Ost favorisiert

Von den fünf vorliegenden Varianten stellte sich jene mit einer stets offenen einspurig befahrbaren West-Ost-Achse als die beste heraus, um das Nadelöhr des Mittelgäus offen zu halten und ohne Lichtsignalanlage auszukommen. Ihr Gegenpart, die Ost-West-Achse, verläuft über Unterdorf-Dorfstrasse-Dachsmatt wieder auf die Mittelgäustrasse (siehe Plan). Hierzu musste der Flurweg im Bereich Dachsmatt etwas verbreitert und mit einem Deckbelag versehen werden. «Nach Abschluss der Sanierungsarbeiten wird dieser provisorische Ausbau wieder rückgebaut», sagt Adrian Schaad, Projekt- und Oberbauleiter vom AVT. Kostenpunkt des Teilprojekts: rund 100 000 Franken.

Ein weiterer Vorteil dieser Variante: Die Mittelgäustrasse bleibt, mit Ausnahme des Kreiselbereichs, stets zweispurig befahrbar. Gleiches gilt für die Hägendorfstrasse. Und die Boningerstrasse muss nur während der ersten Bauphase gesperrt bleiben.

Zur Diskussion war auch eine Vollsperrung des Kreisels gestanden. Deren Vorteil: effizientes Arbeiten, was eine Verkürzung der Bauzeit bedeutet hätte. Eine Vollsperrung hätte allerdings Mehrkosten von rund 470 000 Franken im öffentlichen Verkehr ausgemacht, bedingt durch Behinderungen und zusätzliche Signalisationen. Die jetzt gewählte Variante West-Ost bringt für die Busbetriebe Olten Gösgen Gäu klar geringere Mehrkosten: Gut 210 000 Franken sind dafür veranschlagt.

Grossräumig umfahren

Der Furcht der Anrainer, die Verkehrseinschränkungen könnten zu Fluchtverkehr durch die Quartiere führen, begegnet das AVT mit umfangreichen Signalisationsmassnahmen. Zudem hat die Gemeinde Kappel verfügt, dass auf sämtlichen Gemeindestrassen Tempo 30 km/h gilt. Schwer- wie Durchgangsverkehr werden grossräumig umgeleitet. «Für Zubringer und Anwohner besteht aber immer die Möglichkeit der Zu- und Wegfahrt», erklärt Schaad. Das gelte im Übrigen auch auf der Mittelgäustrasse.

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