Mysteriöses Verbrechen in Olten
Nachbar der toten Frau: «Vewesungsgestank war penetrant»

Die Polizei hat in Olten eine 83-jährige Frau tot in ihrer Wohnung aufgefunden. Sie lag mehrere Wochen in ihrer Wohnung. Ein Nachbar ist überrascht, weil keiner der Mieter etwas bemerkt hat.

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Stefanie M. wurde tot in ihrer Wohnung im Oltner Kleinholzquartier gefunden.

Stefanie M. wurde tot in ihrer Wohnung im Oltner Kleinholzquartier gefunden.

zvg/TeleM1/google

Schrecklicher Fund in Olten: In einer Genossenschaftswohnung entdeckt die Polizei die Leiche einer 83-jährigen Frau. Laut «Blick» soll die Seniorin schon vor Wochen erdrosselt worden sein. Die Nachbarn haben nichts bemerkt.

Der Nachbar Hermann Zürcher sagte gegenüber dem regionalen TV-Sender Tele M1: «Sicher sind alle Leute erschrocken, dass so etwas passieren kann. Dass keiner so viele Tage etwas bemerkt hat, das hat mich auch überrascht.» Ein anderer Nachbar, Walter Weiermann, sagt: «Als ich beim Stock von der toten Frau vorüberkam, habe ich das erste Mal in meinem Leben Verwesungsgestank in der Nase gehabt. Der war penetrant und stechend.»

Die Rentnerin hat am Donnerstagmorgen die Wohnungstür nicht geöffnet, als eine Bekannte ihr die Post bringen will. Die Bekannte ruft die Polizei. Diese findet die Wohnung unverschlossen vor und in der Wohnung dann die tote Frau, die ehemalige UBS-Chefsekretärin Stefanie M. Sie liegt neben ihrem Bett am Boden. Um ihren Hals ist eine Packschnur gewickelt. Sie wurde erdrosselt, ihre Wohnung durchsucht. Die Rentnerin lag offenbar schon seit mehreren Wochen tot in der Wohnung.

«Ich kann bestätigen, dass am Donnerstag die Leiche einer 83-Jährigen gefunden wurde», sagt Thalia Schweizer, Sprecherin der Kantonspolizei Solothurn und bestätigt damit einen Bericht des «Blick». «Die genauen Umstände sind noch unklar. Wir ermitteln in alle Richtungen.»

Ob es sich dabei um ein Verbrechen handelt, will Schweizer nicht sagen. «Das ist noch zu früh, wir wissen es noch nicht», so Schweizer. (rsn/fam)