Wisen
Nach «Rundschau»-Beitrag: Evangelische Allianz wehrt sich gegen Fernsehen

Die Schweizerische Evangelische Allianz ist mit dem «Rundschau»-Beitrag über das Kleinheim Christhof in Wisen nicht einverstanden. Sie hat bei der Ombudsstelle des Schweizer Radios und Fernsehens am 18. Januar Beschwerde eingereicht.

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Die SEA empfinget die Berichterstattung der «Rundschau» über den «Christhof» als «einseitig und diskriminierend».

Die SEA empfinget die Berichterstattung der «Rundschau» über den «Christhof» als «einseitig und diskriminierend».

Bruno Kissling

In der am 9. Januar ausgestrahlten «Rundschau»-Sendung ging es neben einem anderen Pflegekinderfall auch um die Unterbringung von zwei Geschwistern im Kleinheim Christhof in Wisen, das angeblich der mennonitischen Freikirche nahestehe. Die Grossmutter der Kinder warf dem Heim vor, die Kinder «religiös zu manipulieren». Die Kinder gaben an, dass sie zum Besuch der Sonntagsschule gezwungen würden (wir berichteten).

«Weder fair noch sachgerecht»

Diese Darstellung war – aus Sicht der Schweizerischen Evangelischen Allianz (SEA) – «sehr einseitig und gegenüber religiösen Gemeinschaften diskriminierend.» Es sei Thesenjournalismus, der letztlich pauschal impliziere, dass es schädlich sein könnte, «wenn Pflegekinder in bekennende christliche Familien mit religiösen Werten platziert würden».

Aus Sicht der SEA ist der Beitrag «weder fair noch sachgerecht». Deshalb hat sie die Beschwerde eingereicht. Darin bitte die SEA, dass der Ombudsmann des Fernsehens «zu einem direkten, von ihm moderierten Gespräch mit den ‹Rundschau›-Verantwortlichen einlädt». Die Ombudsstelle hat ab Einreichen der Beschwerde 40 Tage Zeit, um zu vermitteln und abzuklären, ob die Beanstandung zu Recht erfolgte. (otr/szr)