Olten
Nach mehreren Fast-Kollisionen zwischen Velo- und Autofahrer: Nun hat Kanton Barriere aufgestellt

Der Kanton hat rasch gehandelt: Eine Barriere soll Kollisionen zwischen Velo- und Autofahrern auf dem Oltner Postplatz verhindern. Die eigentlich verbotene Direktfahrt auf der Busspur Richtung Aarburg wird so unterbunden.

Fabian Muster
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Eine Barriere verhindert ab heute die sowieso verbotene Durchfahrt auf der Busspur Richtung Aarburg.

Eine Barriere verhindert ab heute die sowieso verbotene Durchfahrt auf der Busspur Richtung Aarburg.

Bruno Kissling

Beim Postplatz in Olten kam es schon mehrmals fast zu Kollisionen zwischen Velo- und Autofahrern. Dies, weil das wegen der Sanierung des Bahnhofquais geltende Fahrverbot Richtung Aarburg von den Fahrzeuglenkern missachtet wird: Sie benutzen die Busspur und fahren so direkt in den Aargau anstatt über den signalisierten Umweg über die Umfahrungsstrasse. Das ist nun ab sofort nicht mehr möglich.

Der Kanton hat wie versprochen reagiert: Seit Mittwochmorgen versperrt eine Barriere die sowieso verbotene Durchfahrt über die Busspur direkt nach Aarburg. «Wir haben uns in diversen Sitzungen für die Maximalvariante entschieden», sagt Gesamtprojektleiter Daniel Zimmermann vom kantonalen Amt für Verkehr und Tiefbau auf Anfrage. Berechtigte wie die Fahrzeuge des Busbetriebs Olten Gösgen Gäu oder die Ambulanzen erhielten einen Handsender, mit dem die Barriere geöffnet werden könne. Die Anlage wird vorerst gemietet, da es ziemlich schnell gehen musste. Wenn die Barriere ihren Zweck erfüllt, soll sie bis zum Ende der Bauarbeiten Ende 2021 installiert bleiben.

Gewisse Autofahrer sind noch dreister und spuren zwar zuerst Richtung Dulliken ein, machen aber dann eine scharfe Rechtskurve und umfahren so die Absperrung Richtung Aarburg. Dagegen will Zimmermann mit vermehrten Polizeikontrollen vorgehen.

Ende Januar 2021 wird ein Fazit gezogen und gezählt, wie viele Ordnungsbussen ausgestellt wurden. Nicht zuletzt mahnt der Kanton die Velofahrer, welche von der Alten Holzbrücke herkommend den Postplatz überqueren wollen, neu mit einem Hinweisschild, dass von links Bus- und Baustellenfahrten drohten. Die Kosten der Massnahmen seien «marginal» im Vergleich zur Sicherheit, die sie brächten, so Zimmermann.

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