Der Angriff auf einen 32-jährigen Mann am Karfreitag in Olten schlägt in der Öffentlichkeit hohe Wellen. Das Opfer war kurz nach 20.30 Uhr von einer unbekannten Gruppe von Männer am Salzhüsliweg vom Fahrrad gerissen und mit einem bislang unbekannten Tatwerkzeug schwer verletzt worden. Das Opfer wurde mit Schnitt- und Stichverletzungen ins Spital gebracht und umgehend versorgt. Mittlerweile befinde sich der Mann nicht mehr in Lebensgefahr, wie die Polizei auf Anfrage mitteilt.

Ob und inwiefern sich Opfer und Täterschaft gekannt haben, ist ebenfalls noch offen und Gegenstand der Ermittlungen. «Es gibt keine Neuigkeiten zu dem Vorfall», so Bruno Gribi von der Medienstelle der Polizei am Dienstag auf Anfrage dieser Zeitung. Gemäss dem Fernsehsender Tele M1 soll es sich beim Opfer um einen in der Region wohnhaften Mann aus Tunesien handeln.

Velofahrer niedergestochen: Die Täter konnten fliehen

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Gestern Abend wurde ein 32-Jähriger in Olten vom Velo gezerrt und von unbekannten Männern angegriffen. Er musste verletzt mit Schnittwunden ins Spital gebracht werden.

Derweil kommt die Stadt nicht recht aus den Schlagzeilen hinsichtlich Körperangriffen: Erst Ende März hatte ein 18-jähriger Schweizer am Bahnhof Olten auf einen Mann eingestochen und diesen dabei leicht verletzt. Die Attacke damals erfolgte kurz vor 22 Uhr nach einem Wortgefecht unter jungen Männern während einer Zugsfahrt.

Breites Echo

Der jüngste Vorfall am Salzhüsliweg hat ein breiteres Echo in der Öffentlichkeit hervorgerufen. In den sozialen Netzwerken wurde gar zu einer Spendenaktion zugunsten des Opfers aufgerufen. Und fast selbstredend wurde auch die Forderung nach einer Videoüberwachung laut.

Der Salzhüsliweg gilt – wenigstens zu gewissen Abend- und Nachtzeiten – als eher unsicheres Pflaster. Erfahrungen von Passanten weisen nämlich darauf hin, dass man dort regelmässig mit Belästigungen rechnen muss und auch Opfer von gewissen Vandalenakten wird; am Salzhüsliweg parkierte Velos landen dabei auch schon mal am Aarebord oder wenns ganz dumm kommt «sogar in der Aare», wie ein Geschädigter dieser Zeitung berichtet.