Hägendorf

Nach 30 Jahren gibts für die Musikgesellschaft eine neue Fahne

Mit einem Konzert weihte die Musikgesellschaft Hägendorf-Rickenbach ihre neue Fahne mit Uraufführung ein. Es ist die fünfte in ihren langen Vereinsgeschichte.

Im Mittelpunkt des Konzerts vom Samstag in der Raiffeisenarena stand die Weihe einer neuen Vereinsfahne. Tatsächlich leuchteten die Farben des inzwischen dreissigjährigen Tuchs nicht mehr so frisch. Die Musikgesellschaft (MG) Hägendorf-Rickenbach sagte dem bisherigen Banner Adieu mit dem Marsch «In alter Freundschaft».

Zu den Klängen des «Fahnenmarsches» trugen dann die Gotte Christine Cordier aus Hägendorf und der Götti Pius Müller aus Rickenbach das eingewickelte Vereinsemblem auf die Bühne und enthüllten es. Entworfen worden war die neue Fahne durch Franz Kohler. Sie ist mit einem dynamischen Bogen zweigeteilt. Unten übernimmt sie als Sujet den schwarz/weissen Spitzenschnitt des Hägendorfer Wappens. Oben prangen auf rotem Grund – Rot ist die Farbe des Laurentiuswappens der Gemeinde Rickenbach – als Blickfang die stilisierten Schalltrichter und Ventile von Trompeten.

Natürlich dürfen der Schriftzug «Hägendorf-Rickenbach», die beiden Dorfwappen und die Jahreszahl der Vereinsgründung 1862 nicht fehlen. Präsident Hansruedi Schweizer erinnerte daran, dass es sich nach 1922, 1947, 1967 und 1987 nun um die fünfte Flagge der MG handelt.

Nachwuchs macht den Auftakt

Matthias Walther, Pastoralassistent in Münchenstein-Arlesheim, segnete die Fahne. Patin Christine Cordier würdigte das Vereinszeichen. Zwar komme «Fahne» von der Wortgeschichte her vom althochdeutschen «fano», was Tuch bedeutete, erklärte sie. Doch «Wer hinter der Fahne hergeht, gehört zur Gemeinschaft». Anschliessend montierte Fähnrich Urs Hänggi die Flagge und schwang sie ein. Gleichzeitig spielte die MG Hägendorf-Rickenbach als Uraufführung den eigens von Alois Kissling komponierten Marsch «Öise Fahne».

Mit ihrem Konzert umrahmte die MG Hägendorf-Rickenbach den feierlichen Akt. Mehr noch, sie erfreute das Publikum mit moderner Unterhaltungsmusik. Den Auftakt machte der Nachwuchs. Unter der Leitung von Michael Stalder spielte das elfköpfige Jugend-Ensemble Hägendorf (JEH) drei Pop-Stücke und rundete seinen Auftritt mit dem «Can-can» von Jacques Offenbach als Zugabe ab.

Eindrückliche Soli

Die Musikgesellschaft Hägendorf-Rickenbach eröffnete ihr Konzert mit einem fulminanten Start, dem Welthit «Thriller», gefolgt von der leiseren Ballade «Heal The World» als Teile eines Michael-Jackson-Medleys.

Darauf wechselte sie den Stil zu «I Dreamed A Dream», dem getragenen Song von Fantine aus dem Musical «Les Misérables». Ausgezeichnet intoniert waren auch die Soundtracks aus den Musicalfilmen «Fame» von 1982 und «I’m Singin In The Rain» von 1952. Die 40 Instrumentalisten der MG unter der hervorragenden Leitung von Ehrendirigent Oliver Waldmann zeigten ein unterhaltendes Programm mit abwechslungsreichen Arrangements, das den einzelnen Registern auch erlaubte, mit ihrem Können hervorzutreten.

Den Abend beschloss die gut aufgestellte Formation mit dem Frank-Sinatra-Klassiker «I Did It My Way». Hier spielten Michael Stalder (Trompete), Simon Glaus (Sax) und Zoe Lerch (Oboe) eindrückliche Solopartien. Das gut gelaunte Publikum erzwang zwei Zugaben, die es mit dem Titelsong «New York, New York» und dem rassigen Marsch «Ein frohes Wiedersehen» des Militärtrompeters Emil Würmli erhielt, was die Leute im Saal zum Mitklatschen animierte.

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