Olten
Multikulti-Street-Soccer mit Andi Egli, Thomas Bickel und Roger Wehrli in Olten

Zum fünften Mal veranstaltete die APA, die «Aktion Platz für alle», das Mulitkulti Street-Soccer-Turnier in Olten. in der Schützi kickten am Samstag nebst ehemaligen Nati-Spielern gegen das Team vom EHC Olten auch diverse Mannschaften aus der Region.

Martin Bachmann
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Am Multikulti Street-Soccer-Turnier in der Schützi engagierten sich Spieler des EHC Olten und ehemalige Nati-Fussballer.

Am Multikulti Street-Soccer-Turnier in der Schützi engagierten sich Spieler des EHC Olten und ehemalige Nati-Fussballer.

Martin Bachmann

Am 5. Multikulti-Street-Soccer Turnier in Olten vom Samstag waren nebst dem Show-Freundschaftsspiel zwischen dem EHC Olten und altgedienten schweizerischen Fussballkoryphäen wie Andi Egli, Thomas Bickel und Roger Wehrli diverse Partien zwischen Mannschaften aus Olten und der Region zu sehen. Diese stellen sich aus Sportbegeisterten zusammen, die aufgrund ihrer Lebensgeschichte an den Rand der Gesellschaft gedrängt wurden.

Sieger des Multikulti Street Soccer Turniers wurde die Mannschaft «Fortuna Olten». Sie durfte zum Schluss gegen die Ex-Nati-Mannschaft antreten. Die Partie endete mit einem 5:3 Sieg für die pensionierten Profis.

Ein Oltner in Chile

Vom 19. bis 26. Oktober findet in Santiago de Chile der diesjährige Homeless World Cup statt. Auf drei Street-Soccer-Anlagen zeigen Menschen aus rund 70 verschiedenen Nationen ihr fussballerisches Können. Auch die Schweiz ist wieder mit dabei mit der Surprise-Nati. Die Weltmeisterschaft für Menschen am Rande der Gesellschaft wurde 2001 von der ISNP (International Network Of Streetpapers) ins Leben gerufen. Dem Verband gehört auch das Schweizerische Strassenmagazin «Surprise» an.

Gemäss Lavinia Biert, Projektleiterin Strassensport bei der «Surprise», müssen die Spieler, die jeweils nur einmal im Leben an einem World Cup teilnehmen dürfen, nebst dem Kriterium der Randständigkeit oder einer Suchtproblematik auch den Willen aufbringen, ihr Leben durch den Sport ändern zu wollen. Wichtig ist dabei nebst dem sportlichen Training auch die Förderung von Sozialkompetenzen der einzelnen Spieler. Sie sollen durch den Fussball die Fähigkeit zur Selbstkritik erlangen und ihr Leben in den Griff bekommen. Einer, dem dies gelungen ist, ist Christoph Birrer aus Olten. Er reist mit der «Surprise»-Nati im Oktober nach Chile.

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