Energierichtplan

Motion fordert, Oltner Liegenschaften mit erneuerbarer Wärme zu versorgen

Eine Erdsondenwärmepumpe wäre eine Möglichkeit.

Eine Erdsondenwärmepumpe wäre eine Möglichkeit.

Der Stadtrat von Olten empfiehlt, einen Vorstoss bezüglich Energierichtplan erheblich zu erklären.

Der Vorstoss von Parlamentsmitglied Raphael Schär (Grüne) hat’s in sich: In einer Motion beauftragt er den Stadtrat, im Rahmen der anstehenden Ortsplanungsrevision einen Energierichtplan vorzulegen.

Dieser soll «die Grundlage dafür bilden, die Liegenschaften auf dem Gebiet der Stadt Olten zukünftig mit erneuerbarer Wärme zu versorgen.» Erdöl- und Gasheizungen müssten in den kommenden Jahren ersetzt werden, begründet Schär seinen Vorstoss. Mit diesen Energieträgern nämlich sei ein klimaverträgliches Heizen nicht möglich.

Hinweise auf saubere Lösungen

Der Energierichtplan könnte aufzeigen, wo Lösungen über Erdsonden möglich sind und wo weitere Nahwärmeverbunde notwendig würden. Das Gasnetz könne nur noch erweitert werden, wenn die künftig notwendige Menge an Gas vollständig erneuerbar produziert würde. Auch würde der Energierichtplan Bewohnerinnen und Bewohnern Kooperationsmöglichkeiten mit Nachbarn aufzeigen und Erkenntnisse darüber gewinnen lassen, mit welchen Energieträgern diese ihre Liegenschaft am besten beheizen können.

Wie Stadtrat Thomas Marbet (Direktion Bau) in seiner Beantwortung festhält, wurde in den Jahren 2010 bis 2012 zwar ein Entwurf für einen kommunalen Energierichtplan erarbeitet. Doch nach Auflösung der Fachstelle Umwelt und Energie wurden die Arbeiten nicht fertiggestellt und auch nicht umgesetzt. «Die Arbeit kann im Rahmen der Ortsplanung wieder aufgenommen werden, sobald die nötigen Kapazitäten geschaffen und das Fachwissen vorhanden sind», hält Marbet fest und erklärt, die Umsetzung der im Rahmen des Energierichtplanes definierten Ziele könnte doch mit erheblichen Investitionskosten verbunden sein.

Lediglich ein Prüfungsauftrag

Der als Motion (Handlungsauftrag) eingereichte Vorstoss kann allerdings nur als Postulat (Prüfungsauftrag) entgegengenommen werden, weil gemäss stadträtlicher Antwort der angeregte Energierichtplan als behördenverbindliches Instrument lediglich im Zuständigkeitsbereich des Stadtrates liegt. Der Stadtrat aber empfiehlt dem Parlament, dennoch, den Vorstoss erheblich zu erklären.

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