Martin Wey (Olten), als Präsident des Regionalvereins Olten-Gösgen-Gäu (OGG) begrüsste die Delegierten und die Gemeindepräsidenten des Gemeindeverbandes. Der OGG, der von Oensingen bis nach Eppenberg-Wöschnau und Rohr reicht, führte seine 28. Delegiertenversammlung in Gunzgen durch.

Nebst den ordentlichen statutarischen Geschäften verfolgten die Anwesenden des Jahresberichts des Präsidenten mit grosser Aufmerksamkeit. Unter den Augen des ebenfalls anwesenden Chefs des kantonalen Amtes für Raumplanung, Bernard Staub, hob Martin Wey die Wichtigkeit der laufenden Projekte im Bereich der Raumplanung hervor, insbesondere was das Agglomerationsprojekt 3. Generation für den kantonalen Richtplan mit dem damit eng zusammenhängenden Planungsausgleichsgesetz anbelangt.

Fehlenden Zuweisungen

Ein weiteres zentrales Thema im Jahresbericht des Präsidenten nahmen die Bildungswerkstätte des OGG ein. Durch die fehlenden Zuweisungen der Teilnehmenden zu diesen Gemeindearbeitsplätzen klaffte anfangs des letzten Jahres eine grosse Lücke in der Auslastung der Oltech und der Gärtnerei Härkingen.

Nur dank der intensiven Zusammenarbeit zwischen den Sozialregionen und dem OGG konnte rasch eine einvernehmliche und finanzierbare Lösung gefunden werden. Während die Velostation gerettet werden konnte, blieb die Gärtnerei Härkingen aus finanziellen Gründen auf der Strecke. Es bleibt zu hoffen, dass die nötige Unterstützung, auch beim Kanton gefunden werden kann und die Schliessung der Gärtnerei der einzige Wermutstropfen bleibt. Letztlich wurde der Jahresbericht vom Vizepräsidenten, Peter Hodel (Schönenwerd) zur Genehmigung beantragt.

Richtungsweisender Entscheid

Nach der einstimmigen Genehmigung der Jahresrechnung 2015, fand mit der beantragten Mitgliedererhöhung (ab 2017) der entscheidende Moment an der diesjährigen Delegiertenversammlung statt, der für den OGG richtungsweisend sein würde. Markus von Arx (Erlinsbach) liess den Fakten der Buchhaltung die politischen Überlegungen folgen und erklärte den Anwesenden, dass es 2009 ein bewusster Entscheid gewesen sei, die Reserven des OGG abzubauen und damals auf die nötige Beitragserhöhung zu verzichten.

Nun sei der OGG an einem Punkt angelangt, wo die Liquidität eng werde und die Handlungsfreiheit erheblich eingeschränkt worden sei. Wie bei den Gemeindebudgets sei der Aufwand des OGG mehrheitlich gebunden, das gelte insbesondere für die Auslagen der ÖQV-Projekte, die Berufsinfomesse, aber auch für den Beitrag ans AareLand, die Wirtschaftsförderung oder die Region Olten Tourismus.

Ohne eine ausserordentliche Delegiertenversammlung wäre der OGG künftig nicht mehr in der Lage, auf Unvorhergesehenes zu reagieren. Diese Ausgangslage überzeugte auch die Delegierten und diese stimmten der Beitragserhöhung einhellig zu. (mme)