Tamara spielt das Euphonium in einer Brassband, Christian das Tenorhorn und Tom die Tuba. Allen dreien läuft es musikalisch gut in ihren Vereinen, doch ganz zufrieden sind sie nicht, denn sie möchten mehr aus ihren Instrumenten herausholen. Doch wer kann ihnen zeigen, wie das geht?

Fabian Bloch, seit einigen Jahren Profi auf dem Euphonium, kennt diese Situation. Er ist in Wisen in einer musikalischen Familie aufgewachsen und begann als Siebenjähriger, auf dem Euphonium zu lernen und spielte in der Musikgesellschaft Eintracht mit. Es folgte Unterricht bei Christoph Bangerter und schliesslich das Studium an der Hochschule der Künste Bern als Pädagoge. «Euphonium spielen lernen kann man praktisch in jeder Musikschule oder in einem Verein», sagt Bloch. «Dort ist es jedoch oft so, dass der Unterricht von einer Lehrperson erteilt wird, die selber nicht Euphonium spielt, sondern vielleicht Trompete oder Posaune.»

Fabian Bloch, Euphonium, spielt Fantaisie Brillante von Arban und Soliloquies I von John Stevens

So tönt es, wenn Fabian Bloch Euphonium spielt

Fabian Bloch spielt Fantaisie Brillante von Arban und Soliloquies I von John Stevens

Breite musikalische Erfahrung

Deshalb bietet Fabian Bloch in seinem Studio «Brass Sounds» in Olten spezifisch abgestimmten Unterricht an. «Ob Anfänger, ob gestandener Musikant – ich hole jeden dort ab, wo er musikalisch steht.» Mit seinen 31 Jahren verfügt Fabian Bloch bereits über viel Erfahrung in verschiedenen musikalischen Richtungen. Er spielt Solo-Euphonium in der Liberty Brass Band Ostschweiz (Höchstklasse), wirkt in Sinfonieorchestern in Basel, Zürich und Bern sowie in Projektorchestern mit.

Und um andere Rhythmen und Sounds kennen zu lernen, besucht er einen Afro-Cuban-Jazzworkshop an der Swiss Jazz School in Bern. An den Musikschulen Horgen und Liestal ist er als Lehrer für Euphonium angestellt. Und mit besonderer Leidenschaft widmet er sich den Solo-Auftritten. Ferner spielt er auch die Basstrompete.

Worauf es ankommt

Beim Besuch im «Brass Sounds»-Studio in Olten ist neben den Unterrichtsinstrumenten Euphonium, Bariton, Basstrompete und Tuba auch eine Taschentrompete zu entdecken. «Damit kann ich zeigen, worauf es beim Ansatz ankommt», antwortet Bloch. «Bei einem Euphonium oder einer Tuba schafft man es recht schnell, ohne grosse Anspannung der Lippen einen Ton herauszubringen, nicht aber bei der Trompete. Da geht’s nicht ohne Spannung. Und will man auf dem Euphonium oder der Tuba eine gute Tonkultur erreichen, geht’s ebenfalls nicht ohne.» Dies und noch viel mehr wie etwa eine gute Atemtechnik will Fabian Bloch vermitteln.

Die Technik ist das eine, das Gestalten mit dem Ton das andere. «Ich bereite mit Schülern einen Auftritt vor, an einem Konzert, an einer Prüfung oder an einem Wettbewerb.» Dieses Coaching, hält Bloch für etwas Fundamentales. «Das gibt dem Schüler Sicherheit und Vertrauen. Und dann kommt Freude auf.» Freude am Spielen sei ohnehin das Wichtigste.

Sein Instrument kennen lernen

Bloch ist davon überzeugt, dass man noch mehr Freude am Musizieren haben kann, wenn man sich näher mit seinem Instrument auseinandersetzt. «Darum biete ich auch individuell abgestimmten Unterricht an. Einzelne Lektionen oder mehrere, regelmässig oder unregelmässig.» Bloch kommt auch ins Probelokal eines Vereins, wo er das ganze Register des tiefen Blechs unterrichtet. Das Fundamentale kann er den Schülern nicht abnehmen: Das Üben…

Fabian Bloch, Mühlegasse 20, 4600 Olten; 079 280 99 93, fabian.bloch@gmx.ch, http://fabianbloch.ch