Am Schluss des offiziellen Fuko-Abends zog sich Obernaar Reto dr Auerletscht (Reto WollschlegeI) in die übergrosse zunfteigene Kiste auf der Bühne zurück, entledigte sich in Deckung der Naarenkappe, dem Geckenkleid sowie Emblem und warf alles schön gestaffelt mit Schwung Richtung Philipp Müller (Hilari-Zunft), dem designierten Obernaaren des kommenden Jahres. «Jetzt bisch du draa!» In etwa so tönten die letzten Worte des noch Amtierenden.

Dann nämlich erschien der Mann frisch angezogen, so quasi wieder in Zivil, aber im Janker und damit definitiv passend zum diesjährigen Motto der Säli-Zunft «Mia san mia». Der erste «herzhaft-bayrische Schluck» des Abends aus dem Bierfass und die Brezn, oder vielleicht die «Weisswurscht», konnten kommen.

Kurz gehalten

Es war ein origineller und dramaturgisch sehr geglückter Abgang gewesen. «Mer säge der, dr Säli und dine Trabante, vo dr Oltner Fanacht ganz einfach Danke», hatte Fukopräsident Beat Loosli bei der Obernaarenehrung zuvor unter anderem erklärt. Schmerzvolle Abschiede sollen, das weiss man, kurz gehalten werden.

Der Rest: wie immer. Volle Hütte im Stadttheater, gute Stimmung, die Fasnachtsfamilie, wie sie von Fasnächtlern jeweils genannt wird, hat sich bei solchen Anlässen immer viel zu erzählen. Einen Abend lang waren mehr als 20 Cliquen oder Guggen für jeweils maximal acht Minuten durch Theater- und Konzertsaal gezogen; zum letzten mal auf dem Präsentierteller für jene, die kaum genug bekommen können.

Nur und hie und da war auch die Bemerkung zu hören, es sei gut, dass nun eine Pause komme. Aber es gehört zum eingemeisselten Allgemeinwissen jedes Fasnächtlers: Nach der Fasnacht ist vor der Fasnacht.