Kirchenvertreter

Mit Patriarch Gregorius III. kommt einer der höchsten christlichen Würdenträger nach Olten

Der Patriarch Gregorius III. aus Syrien. ZVG/Kirche in Not

Der Patriarch Gregorius III. aus Syrien. ZVG/Kirche in Not

Er gehört zu den höchsten Kirchenvertretern überhaupt und besucht diesen Herbst Olten: Der Patriarch Gregorius III.

«So einen hohen Vertreter der Kirche gab es in Olten noch nie», sagt Christoph Fink. Der Präsident des Katholischen Pressevereins Olten ist der Grund, weshalb der 82-Jährige Ende Oktober auf der Durchreise nach Schweden auf einen 24-stündigen Besuch in die Dreitannenstadt kommt. Fink unterhält enge Bande mit dem katholischen Hilfswerk Kirche in Not, das den Patriarchen bereits mehrmals in die Schweiz gelotst hat.

Im Rahmen des nationalen Gebets- und Gedenktags für verfolgte Christen wird der Patriarch in der Oltner St.-Martins-Kirche eine Messe feiern und die Predigt halten mit anschliessenden Grussworten des Regierungsrates Remo Ankli, der einen Doktor in Theologie hat, und des Stadtpräsidenten Martin Wey. Einen Dolmetscher braucht der Patriarch nicht: Er spricht mehrere Sprachen fliessend, darunter auch sehr gut Deutsch.

Der Mann, der mit bürgerlichem Namen Lutfi Laham heisst, wird zudem einen kurzen Vortrag halten, in dem er auch die politische Situation der Christen in Syrien beleuchtet. In einem Zeitungsinterview mit der «Frankfurter Allgemeine Zeitung» Anfang November 2015 hat er sich als Unterstützer des Assad-Regimes offenbart und die deutsche Flüchtlingspolitik kritisiert.

Wie der Besuch des Patriarchen neben dem Programm in der Kirche abläuft, ist laut dem Geschäftsführer von Kirche in Not, Jan Probst, noch nicht klar. Er verweist aber auf ein erhöhtes Polizeiaufgebot. Zudem werde der Mann sicher in Olten übernachten.

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