Dieses Pfingstwochenende wird in Olten zum dritten Mal das Streetfood Festival mit Essensständen aus 35 Ländern stattfinden. Spezielle Highlights sind der «Sydney Grill», wo man Kängurusandwiches essen kann, und ein Stand mit honduranischen Teigtaschen, sogenannten Baleadas. Auch lokale Unternehmen wie etwa das «Terminus», «Grill&Fun», «Patoro» und «Little Tibet» sind mit von der Partie. Weitere Lokale, wie etwa der «Gryffe» oder das Café der Buchhandlung Schreiber, profitieren von den vielen Besuchern des Streetfood Festivals.

Mit insgesamt 55 Ständen wird sich das Festival von der Grösse her in einem ähnlichen Rahmen wie in den beiden Vorjahren bewegen. Allerdings wurde das Festival nach einer eintägigen Erstausgabe und einer zweitägigen Zweitausgabe für die dritte Durchführung auf drei Tage ausgedehnt. Damit soll dem anhaltenden Erfolg Rechnung getragen werden. Die ersten beiden Auflagen besuchten insgesamt 25'000 Personen. Für dieses Jahr werden 27'000 Besucher erwartet. Einen Grund für den Erfolg sieht Rolf Arnet, einer der schweizweit tätigen Organisatoren, im aktuellen Trend zu einem nachhaltigen Lebensstil: «Streetfood hat viel mit Nachhaltigkeit zu tun, die Standbetreiber sind gut über die Herkunft und Qualität ihrer Zutaten informiert.»

Einsatz gegen Foodwaste

Nachdem bereits letztes Jahr Trennstationen für den Abfall vorhanden waren, soll dieser heuer in seiner Gesamtmenge verringert werden. Dafür wurden spezielle Streetfood-Mehrwegbecher entworfen, die an den verschiedenen Festivals zum Einsatz kommen. Sie werden gegen ein Depot von zwei Franken abgegeben und nach Gebrauch gewaschen.

Weiter gibt es auch Bemühungen gegen Lebensmittelverschwendung. Am Abend des letzten Festivaltages sammeln Freiwillige der Junior Chamber International Olten (JCI) im Rahmen des Projekts «JCI no foodwaste» unverarbeitete Lebensmittel ein und verteilen diese an verschiedene Organisationen.

In Olten wird beispielsweise die Restessbar beliefert. Das Projekt wurde bereits an anderen Streetfood Festivals mit der jeweiligen Regionalgruppe der JCI durchgeführt. So können pro Festival 200 bis 300 Kilogramm Lebensmittel gerettet werden. Die jungen Führungskräfte wollen mit ihrem Einsatz Menschen für das Thema Foodwaste sensibilisieren.

Olten war zuerst

Auch wenn das Oltner Streetfood Festival mittlerweile eines von vielen ist, sieht Arnet Oltens als Vorreiter: «Es ist immer schön, an den Ort zurückzukehren, wo alles begonnen hat. Olten ist für uns ein Heimspiel.» Das erste Festival der Serie fand 2015 in Olten statt. Der Oltner Organisator Mike Zettel findet die Location einzigartig: «In Olten findet das Festival nicht auf einem Platz, sondern wirklich auf der Strasse statt.» Die Kirchgasse mit der Häuserzeile als Hintergrund stechen heraus.

Optimistischer Blick in die Zukunft

Ob sich das Konzept Streetfood Festival durchsetzen wird, muss sich erst noch zeigen. Die beiden Organisatoren jedoch sind davon überzeugt. Zettel sagt: «Man isst halt immer gerne.» Er hofft, dass sich das Streetfood Festival in Olten gleichermassen etablieren wird wie etwa die Chilbi oder die MIO. Arnet sieht die Sache etwas pragmatischer. Es werde Orte geben, wo es nicht funktioniert und kein Festival mehr stattfinden wird. Grundsätzlich sieht er das Konzept aber noch lange überleben.

Streetfood Festival auf der Kirchgasse Olten, Freitag, 2. Juni, 17.30–24 Uhr; Samstag/Sonntag, 3./4. Juni, je 11.30– 24 Uhr