Olten

Mit einem neuen Plastik-Label gegen die Plastik-Krise

Ab Anfang 2020 testen Systembetreiber von Kunststoffsammelsäcken das neue Label.

Ab Anfang 2020 testen Systembetreiber von Kunststoffsammelsäcken das neue Label.

Der in Olten domizilierte Verein Plastic Recycler will Konsumenten die Wertstofftrennung vereinfachen.

Plastik ist ein wertvoller Rohstoff, vielseitig anwendbar und so gesehen eine Art Wunderwaffe. Doch es gibt auch Schattenseiten. Deshalb soll Plastik so weit als möglich reduziert und der Rest so weit als möglich recycelt werden. Wie geht das? Nur mit den Konsumentinnen und Konsumenten. Für sie soll es möglichst einfach sein, Wertstoffe zu trennen und korrekt zu entsorgen, aber auch zu wissen, was mit ihrem Plastik passiert, wie und wo er verwertet wird.

Zu diesem Zweck stellte der Verein Schweizer Plastic Recycler kürzlich im Coworking-Büro juraLAB in Olten ein neues Label für gemischte Kunststoffsammlungen vor. Konsumentinnen und Konsumenten sollen erfahren, was mit ihrem in der Schweiz gesammelten Haushaltsplastik passiert und wie viel davon stofflich verwertet wird. In Zukunft veröffentlicht der in Olten domizilierte Verein dazu regelmässig Fakten und Ergebnisse.

Die Behandlung der Stoffströme muss zum Beispiel innerhalb des europäischen Wirtschaftsraums erfolgen. Dass dieses Kriterium und andere eingehalten werden, sorgt eine unabhängige Kontrollstelle. Die Methode zur Überprüfung und Zertifizierung hat die Empa entwickelt. Ab Anfang 2020 testen Systembetreiber von Kunststoffsammelsäcken das neue Label. Am rege besuchten Anlass stellte Michael Gasser vom Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt Empa die wichtigsten Punkte des Prüfsystems vor. (mgt)

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