Benni Fasnacht, Kerstin Schult und Hubert Jenny

Benni Fasnacht, Kerstin Schult und Hubert Jenny

Beni Fasnacht, Inhaber des Lumilauta-Shops in Olten

«Wenn ich König wäre, dann würde ich Jungunternehmer unterstützen. Die Mietpreise in der Stadt wären dann sicher tiefer. Und auch die Parkgebühren würde ich streichen, damit die Leute gemütlich einkaufen gehen können. Ich würde jedem und jeder eine Bewilligung geben, der oder die auf der Kirchgasse eine gute Idee umsetzen möchte. Dadurch würde es in der Stadt sicher mehr Leben geben. Als König wäre das mein Ziel: mehr Leben in Olten. Die Aare würde ich für alle zugänglich machen, nicht nur für die, die Eintritt in der Badi bezahlen. Man könnte an jedem Aareufer gemütlich ein- und aussteigen.»

Kerstin Schult, Schulleiterin der Oltner Schauspielschule

«Als Königin von Olten wäre meine erste Amtshandlung folgende: Allen Oltnern und Oltnerinnen klar zu machen, dass sie selbst Könige und Königinnen und unsere Kinder Prinzen und Prinzessinnen sind. Demokratie wäre nicht nur ein Wort aus dem philosophischen Wörterbuch, es würde real existieren. Politiker, Könige, Soldaten und Überwachung bräuchte es dann gar nicht mehr, da ja das Volk regiert. Geld würde nicht mehr diktieren, sondern würde Unmögliches möglich machen. Es gehörte nicht nur wenigen alles, sondern allen gleich viel. Damit wäre der stressige Wettbewerb, das Konkurrenz- und Profitdenken hinfällig. Zins würde abgeschafft. Gelder würden gerecht an alle gleich verteilt, ob nun für Bildung, Kultur, Kunst, Gesundheit, Umwelt, Sport, Bauamt, Freizeit und so weiter. Es gäbe keine Zahlungsunterschiede in den verschiedenen Berufen, keine Zahlungsunterschiede bei den Steuern, keine Zahlungsunterschiede in der Ausbildung und im Gesundheitssystem. Kinder würden in ihren Fähigkeiten und Talenten bestärkt, ja gefördert werden und mit Spass und Freude lernen. Wohnungen wären zum Wohnen da, und zwar für alle gleichermassen bezahl- und mietbar.»

Hubert Jenny, Vorstandsmitglied Graue Panther Olten

«Wenn ich König von Olten wäre, würde ich sofort die drei Museen unserer Stadt sanieren lassen, sodass sie in einem Zustand wären, die ihrer Bedeutung entspricht. Dazu müsste man wahrscheinlich die Steuern etwas erhöhen, wobei ich die Besitzenden und Besserverdiener zur Kasse bitten würde. Ich würde auch den Kindern, Jugendlichen und den Älteren Gratiseintritt in die Museen gewähren. Wenn das verwirklicht wäre, würde ich sofort die Monarchie abschaffen, denn diese Staatsform passt überhaupt nicht zu unserer Martin-Disteli-Stadt und auch nicht zur Entstehung der Christkatholischen Kirche, ebenso wenig zum Oltner Komitee von 1918 . Dann also hinweg mit Hubert I. und weiter im Trott . . .»

Daniel Kissling, Chef des Kulturlokals Coq d’Or in Olten

Daniel Kissling, Chef des Kulturlokals Coq d’Or in Olten

«Da die Stadt fast bankrott ist , müsste ich auch als König zuerst einmal Geld eintreiben, heisst: Steuererhöhung. Und zwar auf zirka 118 Punkte. Zusammen mit dem Geld, das man spart, wenn man die Demokratie abschafft (Stadträte, Parlament, Abstimmungen) gäbe das ein hübsches Sümmchen, um endlich all das anzupacken, was längst diskutiert, aber nicht umgesetzt wird: Parkleitsystem, Parkhaus, autofreie Innenstadt, ein Museumsneubau, ein zugängliches Aareufer, günstigere Badi-Eintritte, ein neues Schulhaus, weitere Erschliessung Olten Ost, ein Skater- und Kletterpark, ein Kultursekretariat bei der Stadt, deren erste Aufgabe es wäre, ein Kulturkonzept zu erarbeiten. Und wenn dann noch was übrig bleibt, würde ich allen über Lärm meckernden Nachbarn in der Innenstadt eine hübsche Wohnung an ruhiger Lage zahlen.»

Thomas Knapp, Verleger des Knapp Verlags in Olten

Thomas Knapp, Verleger des Knapp Verlags in Olten

«Wenn ich König von Olten wäre, dann würde ich das Säli-Schlössli als Regierungssitz wählen und Smöre zum Königsbeizer machen. Weiter würde ich das Parlament auflösen (und auch einige Kommissionen). Ich würde ein grosses Kulturzentrum für alle Museen und Bibliotheken bauen lassen und allen Kulturveranstaltern würde ich sämtliche Gebühren erlassen. Weiter würde ich als König Olten SüdWest abreissen. Dafür gäbe es auf dem Areal Olten SüdWest eine Königs-Arena für Eishockey und Konzerte. «König von Olten» (Toulouse) würde das neue Maskottchen des EHCO werden. Die ganze Stadt wäre autofrei, der Verkehr unterirdisch geführt und die Agglomeration mit Monorail erschlossen. Wäre ich König, würden alle Nachbargemeinden im Königreich herzlich willkommen sein.»

Regina Graber, Präsidentin des Vereins Pro Kultur Olten

Regina Graber, Präsidentin des Vereins Pro Kultur Olten

«Als Königin würde die Strassen sperren, damit sie Begegnungsort werden, damit darauf spaziert, gespielt, gekocht, gegessen, gemalt, musiziert, gelebt werden kann. Jedes Quartier soll dann solche Strassen beibehalten. Weiter würde an einem Tag das Parlament mit Jugendlichen besetzt, die drei Entscheide per sofort fallen könnten. Ein Jugendmitspracherecht wird in allen wichtigen Gremien eingeführt. Zudem werden alle Flachdächer der Stadt begrünt und die Polizeistunde abgeschafft. Weiter würde es Kulturplätze in der Stadt geben, die ohne Gesetzesauflagen zu jeder Tageszeit bespielt werden können.»

Klaus Kaiser, Geschäftsleiter der Confiserie Suteria in Olten

Klaus Kaiser, Geschäftsleiter der Confiserie Suteria in Olten

«Fürwahr, wenn ich König (lieber Kaiser) von Olten wäre, ergäben sich schon einige Möglichkeiten. Das aus der der Demokratie stammende Stadthaus geriete zum prunkvollen Schloss. Dieses würde nicht vom Stadtbauamt erstellt werden. Denn die einzigen Amtsträger, die in den Beraterstab kämen, wären die aktuelle Jasskönigin und die aktuelle Guetzlikönigin sowie der Gewinner des Cornichons als Hofnarr. Die Diskussion über die Gemeinderevision wäre erledigt. Ein interessanter Marktplatz bestimmte das Leben vor dem Schloss bis über die Altstadt hinaus. Die grosse Vielfalt an kulturellen Anlässen würde ich erhalten. Dass die Gewerbe- und Industrietreibenden einen «Zehnten» verrichten müssten, würde am Jetzigen ja nichts verändern, wenn nicht verbessern.»

Lee Aspinall, Präsident des Vereins Rollbrätt Buebe in Olten

Lee Aspinall, Präsident des Vereins Rollbrätt Buebe in Olten

«Wenn ich der König von Olten wäre, dann wäre mein Königreich ein Ort, wo man sich respektiert und miteinander Grosses erschaffen will. Mein Königreich wäre gemacht für Freidenker, Spassmacher, Künstler, Sportler, Musiker und Genussmenschen. Spiesser, Verhinderer, Reklamierer, Kleinkarierte, Nörgler und Blockierer würde ich auf Lebzeiten verbannen. Es gäbe Geld, Raum, Platz und Infrastruktur für all meine Untertanen, damit sie sich verwirklichen können. Es gäbe auch eine Welle in der Aare zum Surfen und Wakeboarden sowie einen riesigen Sandstrand zum Chillen. Zudem gäbe es eine Gondelstation auf den Born, mit hunderten Rutschbahnen runter in die Stadt oder in den riesigen Vergnügungspark auf dem Gheid. Wäre ich König, wären alle Strassen, mein Palast und die Kleidung meines Personals schwarz/weiss.»

Toulouse, alias «der König von Olten»

Toulouse, alias «der König von Olten»

«Wenn ich mehr als nur die repräsentative Funktion hätte, dann gäbe es in der Stadt Olten elektronische Futternäpfe für Katzen und mobile Fressnäpfe. In der Altstadt gäbe es zudem ein Katzenhotel.Da ich mir im Sommer auf der Kirchgasse immer die Pfoten verbrenne, würde ich diese Betonstrasse in eine kleine Allee umwandeln – mit viel Grünfläche und Bäumen. So könnte ich Gräschen unter meinen Pfoten spüren und mir die Krallen an den Stämmen feilen. Meiner Besitzerin zuliebe würde ich die Parkgebühren abschaffen.»

Umfrage: Deborah Onnis