Winznau

Mit der Brassband «Bella Italia» erlebt

Die Musikgesellschaft Winznau unter der Direktion von Fabian Bloch entführte das Publikum bei ihrem Frühlingskonzert nach Italien.

Die Musikgesellschaft Winznau unter der Direktion von Fabian Bloch entführte das Publikum bei ihrem Frühlingskonzert nach Italien.

In ihrem Frühlingskonzert zog es die 1934 als Brassband gegründete Musikgesellschaft Winznau in unser südliches Nachbarland. Ein musikalisches Menu all’italiana stand auf der Karte.

Unter dem Motto «Bella Italia» offerierte die Musikgesellschaft (MG) Winznau ein Programm mit Melodien aus dem sonnigen Süden. Das Konzert eröffnete die 1934 als Brassband gegründete Musikgesellschaft Winznau mit Fanfarenklängen.

Als Entrée servierte sie die «Parade Of The Charioteers» aus dem Monumentalfilm-Klassiker «Ben Hur», der für sein hochdramatisches römisches Wagenrennen in die Geschichte einging. Für dessen Filmmusik erhielt Komponist Miklós Rózsa einen Oscar.

Aufwühlend und beschwingt

Von der Hollywood-Antike der Ewigen Stadt machte die MG Winznau eine Reise an den Fuss des Vesuvs. Sie spielte «Napoli», eine Variation über ein neapolitanisches Volkslied für Cornet und Band, wobei Dominik Sinniger als präziser Solist brillierte.

Anschliessend zeigte das von Dirigent Fabian Bloch mit sichtbarer Freude geführte Blasorchester sein Können mit dem Stück «Diogenes» von Jacob de Haan. Es ist dies das Selbstwahlstück, das es am Eidgenössischen Musikfest in Montreux vortragen wird. Der Komponist setze hier einige Anekdoten in Noten um, die über den griechischen Philosophen Diogenes kursieren. Bekannt ist seine Suche mit der Laterne nach einem ehrlichen Menschen. 

Nach diesem primo piatto schlossen die Niederämter Blechmusiker den ersten Teil, indem sie in der Italoschnulze «Volare» schwelgten, dem Hit, mit dem Domenico Modugno 1958 den Eurovision-Grand Prix des Chansons gewonnen hatte.

Südländische Schlager lebten auf

Nach der Pause kam nochmals ein Thema aus einem Sandalenfilm zum Zug, die Titelmusik aus «Gladiator» von Ridley Scott. Alsdann wechselte die MG Winznau zum Broadway. Im «Feelin’ good» konnte Posaunist Janick Koller sein Können als Solist zeigen.

Heidi Wyss, die als Moderatorin durch das abwechslungsreiche Programm führte, kündigte darauf den secondo piatto, den zweiten Hauptgang an. Er liess Erinnerungen an die Zeit aufleben, als die italienischen Immigranten in die Schweiz kamen und südländische Schlager mitbrachten. «Arrivederci Roma», 1955 interpretiert von Mario Lanza, und «Lasciate mi cantare», die Anfangszeile aus «L’italiano vero» von Salvatore «Toto» Cutugno, klangen wohl allen im fast vollbesetzten Saal der MZH in Winznau wohlbekannt in den Ohren.

Das Publikum erzwang schliesslich die obligate Zugabe, logischerweise war das Dessert auch ein Lied aus dem «Stiefel», «La Solitudine» von Laura Pausini.

Als Antipasto (Vorspeise), um im Bild vom italienischen Menu zu bleiben, hatten die Brass Kids Niederamt zusammen mit der Jugendmusik Lostorf die Bühne betreten.

Zum Auftakt spielten die neun «All Stars» – fast alle Register waren nur mit einem Jugendlichen besetzt – die Soundtracks zu den Filmen «Fluch der Karibik» («Pirates of the Caribbean») und «Die Eiskönigin» («Frozen»).

Obwohl also eine kleine Formation, erzielte der von Martin Schulthess dirigierte Nachwuchs beim zweiten Set, dem «Born to Be Wild» aus dem Hippiestreifen «Easy Rider» und der Zugabe «Shake it Off» von Tailer Swift einen erstaunlich kompakten Klang.

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