Olten

Mit dem «running.COACH» will ein Oltner Startup der Welt das Laufen beibringen

Das «running.COACH»-Team (v.l.): Stefan Lombriser (Manager Roll-Out ), Tobias Flückiger (Web Designer & Online Marketing), Ettore Weilenmann (CEO & Verwaltungsratspräsident), Valentin Belz (Product Manager).

Das «running.COACH»-Team (v.l.): Stefan Lombriser (Manager Roll-Out ), Tobias Flückiger (Web Designer & Online Marketing), Ettore Weilenmann (CEO & Verwaltungsratspräsident), Valentin Belz (Product Manager).

15'000 Hobby- und Profisportler trainieren bereits mit dem «running.COACH», dem online-Lauftrainer des Oltner Startup-Unternehmens Quevita. Nun will das Unternehmen auch international durchstarten und hat eine englische Version lanciert.

Mit der Internetplattform «running.COACH» hat sich das Startup-Unternehmen Quevita AG mit Sitz in Olten unter Schweizer Hobby- und Profiläufern in den letzten vier Jahren einen Namen gemacht. Auf der Plattform kann man sich einen individuellen, dynamischen Trainingsplan erstellen lassen und damit für einen Wettkampf trainieren oder auf ein persönliches Ziel hinarbeiten. «Running.COACH» ist also - wie es der Name eigentlich schon verrät - ein persönlicher, digitaler Trainingsbegleiter.

Am Anfang dieses digitalen Trainingsbegleiters stand jedoch eine andere Idee. «Das war Ziel, ein soziales Netzwerk mit dem Fokus ‹Gesundheit› einzurichten», meint CEO Ettore Weilenmann. «Wir wollten gesundheitsaffinen Personen (und solchen die es werden wollen) einen Ort geben, um sich austauschen zu können und um weiter Informationen über Sport, Training sowie gesunde Ernährung zu finden.»

Um festzustellen, was genau sich diese Zielgruppe von einer Internetplattform wünscht, habe man schliesslich eine Umfrage durchgeführt. «Diese hat ergeben, dass sich die Leute stark für individuell erstellte Trainings- und Ernährungspläne interessierten. Das Bedürfnis nach einem themenbezogenen sozialen Netzwerk war allerdings kaum vorhanden», so Weilenmann. Dementsprechend habe man sich von der Idee eines sozialen Netzwerkes wegbewegt und sich an die Entwicklung der Applikationen «body.COACH» und «running.COACH» gesetzt.

Sportliche Grössen

Um einen individuell angepassten Trainingsplan zu erstellen braucht es einiges an Fachwissen und Erfahrung. Für diese sorgt Projektleiter Valentin Belz. Der studierte Turn- und Sportlehrer und Buchautor hat schon viele Lauf- und Trainingslager mit Läufern aus allen Leistungsklassen geleitet und so reichlich Erfahrung auf dem Gebiet des Lauftrainings.

Belz führt aus: «Weiter arbeiten wir mit den drei Schweizer Laufgrössen Viktor Röthlin (Schweizer Rekordhalter über Marathondistanz), Markus Ryffel (Schweizer Rekordhalter über 5‘000 m) und Christian Belz (Schweizer Rekordhalter über 10‘000 m) zusammen.» Ihre Erfahrungen über die unterschiedlichen Laufdistanzen seien eine wichtige Ergänzung, um Trainingspläne für jedes individuelle Ziel erstellen zu können.

«Mit Hilfe der gesammelten Daten ist schliesslich ein Programm entstanden, welches aufgrund der vom Nutzer eingegebenen Werte, komplett selbstständig einen Trainingsplan erstellen kann», erklärt Belz.

Internationaler Erfolg

Der bisherige Erfolg des Startup-Unternehmens zeigt, dass die Entscheidung, sich von der Idee eines sozialen Netzwerkes wegzubewegen, wohl die richtige war. «Nach rund vier Jahren hat sich running.COACH in der Schweiz zur absoluten Nummer eins gemustert», meint Weilenmann. «Mittlerweile hat running.COACH rund 15'000 zufriedene Kunden aus der ganzen Schweiz.»

Um langfristig schwarze Zahlen schreiben zu können müsse das Unternehmen aber weiter expandieren. Konkret heisse das: «Um erfolgreich zu bleiben, muss running.COACH auch ausserhalb der Schweiz Fuss fassen.»

Einen ersten Schritt in diese Richtung ist bereits geschafft. Denn seit Frühling 2013 ist der digitale Lauftrainer auch in Deutschland verfügbar und wird dort immer beliebter. «Momentan machen die Deutschen rund 10% unserer Nutzer aus. In Österreich ist «running.COACH» ebenfalls verfügbar, dort läuft die Entwicklung allerdings noch etwas langsamer an.»

Doch das Team von running.COACH hat ambitionierte Ziele und will mehr als nur den deutschsprachigen Raum erschliessen. «Um international durchstarten zu können, haben wir nun eine englische Version lanciert», so Weilenmann. «Ich glaube, damit haben wir gute Chancen, den internationalen Markt zu erobern. Wenn wir die Sprachbarriere überwunden haben, können wir eigentlich für absolut jeden einen Trainingsplan erstellen.»

Mit dem schnellen internationalen Durchbruch rechnet er jedoch nicht. «Running.COACH ist ganz klar ein Nischenprodukt», so Weilenmann. «Es richtet sich an Personen, welche mit einem individuell angepassten, dynamischen Plan Lauftraining betreiben möchten.» Die Nachfrage nach dem Produkt sei aber durchaus da. Es brauche dazu noch einiges an Werbeaufwand und viel Mund-zu-Mund Propaganda.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1