Waffeln als Spezialität
Mit dem «Café Berva» hat Olten bald ein Café mit Mittelmeercharme

An der Konradstrasse in Olten eröffnet Mitte September ein neues Café. Für die Chefin vom «Café Berva» wird ein Traum wahr.

Janine Gloor
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Kurze Pause: Linda Haziri (l.) und Café-Inhaberin Ceyda Ikiler testen die Produkte der neuen Kaffeemaschine. Bruno Kissling

Kurze Pause: Linda Haziri (l.) und Café-Inhaberin Ceyda Ikiler testen die Produkte der neuen Kaffeemaschine. Bruno Kissling

Bruno Kissling

Ein Hauch Mittelmeer ist an der Konradstrasse eingezogen. Türkise Stühle, weisse Tischchen und an der Wand prangt ein riesiges Bild eines Traumstrandes. Doch die Ferienillusion wird von arbeitenden Handwerkern zerstört. Denn das Café Berva ist noch nicht eröffnet, doch schon bald soll es so weit sein. Hofft Inhaberin Ceyda Ikiler. Auf einen genauen Termin will sie sich nicht festlegen. Der Umbau hat Nerven gekostet, vieles dauert länger als erwartet; sie hat daraus gelernt.

Ein eigenes Café war schon lange ein Traum der 31-jährigen Oftringerin. Obwohl sie einen ganz anderen Weg eingeschlagen hat. Zehn Jahre lang hat die gelernte Kauffrau im Bereich Finanzen gearbeitet. Mit 29 Jahren dachte sie sich: «So kann das Leben nicht weitergehen.» Der Kontakt mit Menschen habe ihr immer gefallen und sie will mehr davon. «Ich wollte den Menschen etwas zurückgeben, direkter mit ihnen zu tun haben.»

Die Gastronomie schien ihr dafür eine geeignete Branche zu sein. In einem berufsbegleitenden Intensivkurs erlangte sie das Wirtepatent. Heute steht sie in ihrem eigenen Kaffee an der Konradstrasse 23. Das Lokal stand mehrere Jahre leer, zuletzt war eine Parfümerie darin untergebracht.

Selber etwas aufzubauen war schon immer ein Traum von Ceyda Ikiler. Der Zeitpunkt sei jetzt genau richtig. Sie ist stolze Mutter eines 10-jährigen Mädchens. «Ich hatte immer vor, selbstständig zu werden – sobald meine Tochter auch ein wenig selbstständiger wird.»

Waffeln als Spezialität

Ikiler hat sich gut überlegt, wie sie das Café führen will. «Hier wird kein Alkohol verkauft», erklärt sie. Mütter mit Kindern sollen sich hier wohlfühlen, Freundinnen und ganze Familien. «Wir sind keine Bar.» So will sie sich auch vom Astoria auf der anderen Strassenseite abheben. Selbstgemachte Waffeln sollen zur Spezialität werden. Über den Mittag will Ikiler Häppchen anbieten, am Morgen kann man im «Berva» frühstücken. Für die Eiligen gibt es Kaffee zum Mitnehmen.

Ihre südländischen Wurzeln liess Ikiler in die Einrichtung, nicht aber in die Karte einfliessen. «Ich werde oft gefragt, ob ich auch türkische Spezialitäten anbieten will», sagt sie. Das sei aber nicht ihre Absicht gewesen, am ehesten könne sie sich noch türkische Desserts vorstellen.

Der Name Berva jedoch ist türkisch und bedeutet Wind. «Eher ein Sturm», fügt Ceyda Ikiler hinzu. «Dieser Name beschreibt mich sehr gut.» Der Vergleich passt: Die alleinerziehende Mutter verfolgt ihre Ziele unaufhaltbar wie ein Sturmwind.

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