Olten

MIO-Geschäftsführer: «Das Rad ist nicht neu zu erfinden»

Mike Zettel, neuer MIO-Geschäftsführer, schaut seinem Erstling zuversichtlich entgegen.

Mike Zettel, neuer MIO-Geschäftsführer, schaut seinem Erstling zuversichtlich entgegen.

Mike Zettel, Geschäftsführer der Oltner Gewerbe- und Publikumsmesse, wartet übers Wochenende mit seiner ersten MIO-Ausgabe auf und gibt sich mit der Ausgangslage sehr zufrieden.

«Ich sage immer: Das Rad ist nicht neu zu erfinden. Man muss nur gelegentlich den Reifen wechseln oder etwa die Nabe schmieren.» Ein weiser Satz und er stammt aus dem Mund von Mike Zettel, dem neuen MIO-Geschäftsführer. Und genau nach dieser Maxime ist der 28-Jährige auch bei seinem Erstling, der MIO 2013, vorgegangen: Bewährtes erhalten und wo scheinbar notwendig – Ergänzungen anbringen.

Drei Tage vor dem eigentlichen MIO-Start vom Samstag, 12 Uhr, ist der Geschäftsführer noch in Arbeitskleidern auf der Aarauerstrasse anzutreffen. Grund: Zettel ist beim Aufstellen der MIO-Zelte zu Gange. «Nur administrieren liegt mir nicht», erklärt er lachend. Die Zelte, die für eine durchaus gewünschte Trendlinie MIO stehen und der Veranstaltung auch ein gewisses Mass an stilistischer Einheit verleihen, gehören zu den MIO-Neuheiten. «Es gibt viele Aussteller, die über diese Offerte unsererseits froh sind», sagt Zettel.

Die Standgebühren wurden dafür zwar etwas erhöht, aber die Preise liegen für eine Gewerbe- und Publikumsmesse doch an der unteren Grenze, wie sich der MIO-Geschäftsführer von Branchenkennern sagen lassen musste. «Mag sein», wendet er ein, «aber es ist eine Messe im Freien. Da lassen sich die Preise von Standplätzen in einer Halle mit denen der MIO nur schwer vergleichen.» Sagts und schleift eine Zeltplane von hier nach da.

Mehr Ausstellerflächen

Da wär also ein gewisser Einheitslook als Neuerung. Und anderes? «Zettel braucht nicht lange zu überlegen. Die Ausgabe 2013 verzichtet etwa auf ein Motto, hat die Zahl der Aussteller wesentlich erhöhen können. Zudem hat Zettel das Image der «Beizliveranstaltung», welche der Messe in Olten zuweilen anhaftet, ins korrigierende Licht zu rücken versucht. «Es gibt zwar gleich viele Festwirtschaften, aber die Zahl der Food-Stände hat sich reduziert», meint er.

Eine Handvoll davon sind nicht mehr anzutreffen. Und dennoch wartet die Ausgabe 2013 mit mehr Ausstellern auf. Ein rundes Dutzend mehr, knapp 90, sind an der MIO präsent und sorgen für Messeatmosphäre. Der gestiegene Platzbedarf kann durch die Erweiterung an der Engelbergstrasse befriedigt werden. «Ich bin mit der Ausgabe 2013 soweit ganz zufrieden, habe meine Vorstellungen eigentlich umsetzen können», bilanziert Zettel. Dass die Tradition des MIO-Cups, einem Faustballturnier endet, liegt nicht an ihm. Den Organisatoren bereitete immer häufiger Schwierigkeiten, das Turnier zu bestücken.

Einen Bruch mit der Vergangenheit bedeutet dies wie bereits erwähnt indes nicht. «Ich bin von meinem Vorgänger Bruno Frauch tipptopp in die Aufgabe eingeführt worden und kann ihn jederzeit um Rat fragen», erklärt der Geschäftsführer, der kurz vor Beginn der MIO mit seinem Geschäft «Kein Ding GmbH», spezialisiert auf Planung, Support und Durchführung von Veranstaltungen, Messen, Werbe- und Promotionsaktionen und mehr die Selbstständigkeit angegangen ist. «Ich bin als MIO-Geschäftsführer lediglich durch den Quartierverein rechtes Aareufer mandatiert», sagt er.

MIO-Interessen im Fokus

Zettel versteht sich ganz als Interessenvertreter «seiner» Messe. Eine gute, erfolgreiche und stimmungsvolle MIO zu organisieren ist sein oberstes Gebot. Dazu will er beitragen. Seine Stimmung ist hervorragend. Und wie schätzt er die Stimmung bei den Ausstellern ein? «Nicht so einfach zu sagen», meint er. «Weder euphorisch noch pessimistisch, eigentlich neutral.»

Zum frischen Messe-Bild gehört natürlich auch ein entsprechender Auftritt im Internet. Jeder Aussteller hält dort einen Platz in der Datenbank. Und der mobile App der MIO Olten ist die neue Informationsplattform für alle Besucher und Mitwirkenden der grössten Messe in Olten. Er verschafft einen Überblick über alle Aussteller, Gastrobetriebe und anderes mehr.

Zettel aber denkt schon weiter. Für die Ausgabe von 2014 visiert er 100 Gewerbeausstellende an, im Jahr darauf sollen es gar deren 120 sein. «Aber das ist noch Zukunftsmusik. Ebenso wie die Idee, die MIO mittelfristig umzuterminieren. Zettel denkt dabei an eine Vorverschiebung um eine Woche und an eine MIO, die von Freitag bis Sonntag dauert. «Darüber werden auch die Aussteller zu befinden haben», sagt er.

Doch zurück in der Gegenwart. Ob er nervös sei, so kurz vor der Messeeröffnung. Zettel lächelt. «Eigentlich nicht; oder noch nicht», meint er kurz, bevor sein Telefon klingelt.

MIO; Samstag, Sonntag und Montag, 28./29./30. September, jeweils ab 12 Uhr

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