Olten
«MenschOlten!» sorgt wieder für Hilfe zur Selbsthilfe – heute im Senegal

«MenschOlten!», die Fastenaktion der Kirchen Olten, will dieses Jahr nachhaltigen Früchte- und Gemüseanbau in den Niayes unterstützen.

Urs Huber
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Frauen im Senegal kehren von der Arbeit zurück. zvg

Frauen im Senegal kehren von der Arbeit zurück. zvg

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Nach dem Ende der Fasnacht beginnt die Fastenzeit. Sie steht dieses Jahr unter dem Thema «Die Saat von heute ist das Brot von morgen». Brot für alle, Fastenopfer und Partner sein stellen die Gerechtigkeit zwischen den Generationen ins Zentrum der diesjährigen Kampagne und fordern zum Handeln auf. Denn die Art und Weise, wie wir leben und konsumieren, beeinflusst die Lebenswelten der Generationen nach uns.

MenschOlten!, die Aktion der Oltner Kirchen zur Fastenzeit, hat bis Ostern ein vielseitiges Progamm zusammengestellt, das Gelegenheit bietet, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen und die globalen Fakten mit unseren alltäglichen Leben zu verbinden. MenschOlten! lädt die Bevölkerung ein, das diesjährige Projekt «Nachhaltiger Früchte-und Gemüseanbau in den Niayes» in Senegal zu unterstützen.

Weniger Ernteerträge

Das Hilfswerk der Evangelischen Kirchen Schweiz, HEKS, ist seit den 1980er-Jahren in Senegal tätig. Arbeitsschwerpunkt sind die Stärkung der ländlichen Entwicklung, die Einkommenserhöhung durch Vermarktung von Produkten, der Zugang zu Trinkwasser sowie die nachhaltige Nutzung und Wiederbelebung von Ressourcen in ländlichen Gebieten. Eine der beiden geografischen Schwerpunktregionen von HEKS in Niger befindet sich in den «Niayes», nahe der Küste Senegals, zwischen Dakar und Thiès.

Die Gegend ist eine ausgesprochene Gemüse- und Fruchtanbauzone, in der es früher ausreichend Regenfälle und fruchtbare Böden gab. Heute leiden die Kleinbauernfamilien unter immer häufigeren Trockenperioden, der Wasserspiegel sinkt und es droht die Versalzung der Böden.

Die Erträge aus den Ernten sind oft ungenügend und reichen kaum zum Leben. Erschwerend hinzu kommt, dass nationale Konzerne und Investoren das Land, das die Familien seit vielen Jahren bearbeiten, diesen für ihre Grossprojekte nun streitig machen. Die Angst der Bäuerinnen und Bauern, ihre Lebensgrundlage zu verlieren, ist gross.

Selbstständiges Leben in Würde

HEKS arbeitet in den Niayes mit der regionalen Bauernorganisation Fédération des Agro-Pasteurs de Diender (FAPD) zusammen, die mittlerweile über 3000 Mitglieder zählt. Ziel des Projekts ist es, die FAPD institutionell zu stärken, damit sie ihre Mitglieder mittels Schulungs- und Weiterbildungsangeboten bei der Verbesserung der landwirtschaftlichen Produktion und Vermarktung unterstützen kann. Zum Beispiel soll die Bauernorganisation mithilfe einer Produkte-Datenbank eine Vermarktungsstrategie erarbeiten und die Erzeugnisse unter einem gemeinsamen Label vermarkten. Bäuerinnen und Bauern sollen zudem darüber aufgeklärt werden, wie sie sich vor Spekulanten schützen.

Mit dem Ansatz der Hilfe zur Selbsthilfe arbeitet HEKS dahingehend, dass die Menschen ihre Lebenssituation selbstständig und aus eigener Kraft verbessern können. Dies ist der erste Schritt in ein selbstständiges Leben in Würde.

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