Kappel
Mehr Komfort für die Fussballer mit neuen Garderoben

Nach knapp zehn Monaten Bauzeit werden am Samstag auf der Lischmatt die neuen Garderoben des Fussballklubs eingeweiht.

Raphael Wermelinger
Drucken
Teilen
Neubau auf der Lischmatt: Links die Garderoben, im rechten Teil der Werkhof.

Neubau auf der Lischmatt: Links die Garderoben, im rechten Teil der Werkhof.

Bruno Kissling

Das Trikot überstreifen, die Kickschuhe schnüren und dann mit dem Auto zum Fussballplatz fahren: So sieht wahrlich keine optimale Vorbereitung auf einen Match aus. Für den Viertligisten FC Kappel und dessen Gegner war dies aber die Normalität. Bis jetzt. Am Samstag kann der FC Kappel der Bevölkerung und den Fussballfans die neuen Garderoben präsentieren.

Für die Ankleideräume musste der Verein lange kämpfen. «Vor knapp 13 Jahren haben wir unser Klubhaus, ein Holz-Chalet, gebaut. Das war die erste Etappe», gibt FCK-Präsident Bruno Stalder Auskunft. «Seither haben wir immer wieder versucht, ein zusätzliches Gebäude fürs Umziehen und Duschen aufzustellen.»

Vor zwei Jahren ging es endlich vorwärts. Als sich die Gemeinde für den Bau eines neuen Werkhofs aussprach. «Da sind wir sofort aufgesprungen», so Stalder. Zuerst harzte es allerdings noch: «Der Gemeinderat lehnte unseren Vorschlag ab.

Deshalb sprachen wir im Herbst 2013 an der Gemeindeversammlung vor. Im Sommer 2014 konnten wir das definitive Projekt vorlegen.» Schliesslich willigte auch der Gemeinderat ein. Ende August des vergangenen Jahres erfolgte der langersehnte Spatenstich.

Der Garderobenbau wurde in Verbindung mit dem Werkhofneubau in Angriff genommen: Werkhof im vorderen Teil des Gebäudes, die Garderoben im anderen Trakt. Die Kosten für seinen Teil in der Höhe von rund 380 000 Franken trug der FC Kappel allein. Nur das Land stellt die Gemeinde zur Verfügung.

«Wir haben einen Nutzungsvertrag mit der Gemeinde. Geld für den Bau haben wir aber nie gefordert», erklärt Stalder. «Wir haben immer gesagt, dass wir das Projekt selber realisieren. Und wir haben unser Wort gehalten.» Möglich war die Realisierung dank einiger Sponsoren, die den FC Kappel unterstützen. «Der Klub selber hätte nicht genug Eigenkapital aufbringen können für den Bau. Dafür haben die Vereinsmitglieder unzählige Stunden Fronarbeit geleistet.» Der Werkhof auf der anderen Seite kostete übrigens rund eine Million Franken.

Übermorgen Samstag kann die Bevölkerung einen ersten Blick auf und in den Neubau werfen. Dass das Gerüst noch steht, sieht Stalder nur als kleinen Schönheitsfehler. «Es wird noch eine Photovoltaik-Anlage angebracht. Die Elektriker sind wohl ziemlich im Verzug», so Bruno Stalder.

Um 9.30 Uhr werden die Garderoben auf dem Fussballplatz Lischmatt offiziell eröffnet. Nebst einer Festwirtschaft mit Fischessen und Helikopterrundflügen wird den Besuchern natürlich auch viel Sport geboten.

Von 11.00 bis 19.15 Uhr finden diverse Fussballspiele in allen Alterskategorien statt. Highlight ist das letzte Meisterschaftsspiel der ersten Mannschaft des FC Kappel um 17.30 Uhr.

Der FC Winznau wird der erste Gegner auf der Lischmatt sein, der in den Genuss der neuen Garderoben kommt und das Auto nach dem Umziehen vor dem Spiel stehen lassen kann.

Aktuelle Nachrichten