Olten

Mehr Gastro bei gleich viel Kultur: Das Kulturlokal Mokka-Rubin will ausbauen

Das Lokal Mokka-Rubin soll mit dem neuen Gastrokonzept weiterhin Raum für Kultur bieten (von links: Martin Schaffner, Eva Wey und Alexandra Lüthy am Musizieren).

Das Lokal Mokka-Rubin soll mit dem neuen Gastrokonzept weiterhin Raum für Kultur bieten (von links: Martin Schaffner, Eva Wey und Alexandra Lüthy am Musizieren).

Das Kulturlokal Mokka-Rubin in Olten will die Öffnungszeiten ausdehnen und sucht eine Person mit Gastronomieerfahrung. Die Arbeit mit Freiwilligen kommt an ihre Grenzen.

«Gestern Gemälde. Heute Himbeerkuchen. Morgen Musik. Richtig guten Kaffee gibts immer.» So beschreibt sich das Oltner Kulturlokal Mokka-Rubin auf der eigenen Website – und ist seit zwei Jahren erfolgreich unterwegs.

Seit dem Start im August 2018 kann sich Daniel Schneider, Initiant des Kulturprojekts und Besitzer der Liegenschaft an der Ringstrasse 16, nicht beklagen: «Wir haben eine treue Kundschaft, ein paar tolle Ausstellungen gehabt und bei den Vermietungen läuft es auch gut.»

Marion Rauber und Daniel Schneider bei der Eröffnung des Lokals Mokka-Rubin vor zwei Jahren.

Marion Rauber und Daniel Schneider bei der Eröffnung des Lokals Mokka-Rubin vor zwei Jahren.

Nun möchte der gleichnamige Verein «dem Publikum und den Kunden die Räume, das Angebot und die Ausstellungen länger zugänglich machen», wie Präsident Schneider in einer internen Information an die Mitglieder schreibt. Bisher ist das Lokal jeweils ab spätem Donnerstag-, Freitag- und Samstagnachmittag bis in den Abend hinein geöffnet.

Rund 40 Freiwilligen sorgen dafür, dass die Gäste beim Besuchen einer Ausstellung ein Speckplättli oder einen Kaffee erhalten. «Die recht bescheidenen Öffnungszeiten rühren daher, dass die Freiwilligen alle arbeitstätig sind und ihre Zeit daher begrenzt ist», sagt Schneider. «Viele potenziellen Gäste sagen mir, dass sie beim Vorbeikommen oft vor verschlossenen Türen stehen.» Die Öffnungszeiten seien mit Freiwilligen aber nicht beliebig auszudehnen. Zudem seien sie keine Gastronomen.

Gastrokonzept soll bis Mitte nächsten Jahres stehen

Nun will der Verein seinen Gästen nicht mehr nur einen feinen Kaffee bieten: Um länger offen zu haben, will «Mokka-Rubin» eine Person gewinnen, die das gastronomische Angebot erweitert und die Vermietungen der beiden Räume im Hochparterre und im ersten Stock übernimmt. Wie das genaue Gastrokonzept aussehen soll, ist noch offen und der neuen Pächterin oder dem neuen Pächter überlassen.

«Ob aus der kleinen Küche ein leichtes Mittags-Angebot mit Salat, Suppe und Quiche angeboten wird oder das Lokal die Zweitablage eines lokalen Restaurants ist – spielt keine Rolle», schreibt Schneider in der internen Information weiter. Wichtig sei, dass das Kulturangebot nicht im Schatten der Kulinarik stehe und umgekehrt. Bis Mitte nächsten Jahres, so gemäss Schneider «das realistische Szenario, will der Verein das neue Gastrokonzept umgesetzt sehen. «Wir haben es nicht pressant und wollen keine Haurückübung.»

Die Ausstellungen werden weiterhin vom Verein betreut. Auch die Helferinnen und Helfer, die bisher freiwillig tätig waren, sollen unter dem professionellen Gastrobetrieb noch bis zu sechs Samstage im Jahr ihre Aktivitäten im Lokal durchführen können. Ebenso dem Verein Next Stop Olten, der «Mokka-Rubin» für seine Konzerte nutzt, soll das Recht eingeräumt werden, das Lokal bis zu sechsmal pro Jahr weiterhin nutzen zu können.

Die Möblierung im Vintage-Stil soll wie bisher beibehalten und kann vom neuen Gastrokonzept übernommen werden. Derzeit wird eine kleine Küche im kleineren Raum Rio mit 40 m2 Fläche eingebaut, der häufig auch für private Feiern genutzt wird und sich im ersten Stock befindet. Für Schneider ist allerdings klar, dass dies nicht für einen professionellen Gastrobetrieb reicht und zudem auch rein logistisch schwierig ist. Im Hochparterre einen Stock tiefer befindet sich nämlich der Hauptraum mit 60 m2, wo auch die Ausstellungen stattfinden.

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