Olten
Masterplan Olten SüdWest: Mehr Flexibilität für die weitere Arealentwicklung

Der heute veröffentlichte Masterplan sieht mehr Flexibilität für das Areal Olten Südwest vor. Der Stadtrat verspricht sich davon eine erfolgversprechende Grundlage für die Ausarbeitung eines neuen Gestaltungsplans, wie es in einer Medienmitteilung heisst.

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Bruno Kissling

Im Herbst 2015 wurde die erste Bauetappe in Olten SüdWest, die sich auf einen städtebaulichen Wettbewerb aus dem Jahr 2002 und den 2008 in Kraft getretenen Gestaltungsplan stützte, abgeschlossen.

In der Folge tauchten auf vielen Seiten – bei der Grundeigentümerschaft, bei den Behörden und auch in der Bevölkerung – Fragen zum weiteren Vorgehen auf den übrigen 13 Baufeldern auf.

Das Stadtpräsidium Olten hat daraufhin die Initiative ergriffen und vor dem Beginn einer neuen Bauphase Kontakt zum Grundeigentümer für eine Standortbestimmung gesucht. Deren Erkenntnis: Die im bisherigen Gestaltungsplan gesetzte Obergrenze der Gebäudehöhe von 15 Metern führt im Zusammenspiel mit der erlaubten hohen Bebauungsdichte zu einer grossvolumigen und uniformen Bebauung. Dies wiederum setzt die Aussenräume unter Druck und macht sie eher zu «Resträumen» als zu wirklichen Orten des öffentlichen Lebens.

Möglicher Quartierplan Olten Südwest Höhere Bauten in den nordöstlichen Bereichen und eine Neuausrichtung in vier Baubereichsstränge — so könnte das Quartier Olten SüdWest im Endausbau aussehen.

Möglicher Quartierplan Olten Südwest Höhere Bauten in den nordöstlichen Bereichen und eine Neuausrichtung in vier Baubereichsstränge — so könnte das Quartier Olten SüdWest im Endausbau aussehen.

Zur Verfügung gestellt

Im September 2016 gab die Eigentümerschaft erfreulicherweise grünes Licht für eine kooperative Anpassung des Gestaltungsplans, sofern dies nicht zu wesentlichen Verzögerungen für die weitere Arealentwicklung führen würde. Gemeinsam wurde in der Folge die Zielsetzung definiert, mit mehr Flexibilität – sprich unter anderem einer Lockerung der erwähnten Höhenbegrenzung – auf breiter Ebene Mehrwerte zu schaffen, gesellschaftlich, stadträumlich und ökonomisch.

So können abwechslungsreiche Angebote und architektonische Qualität zu einer grösseren Marktbreite und – zusammen mit der Kombination von Miet- und Eigentumsverhältnissen – auch zu Vielfalt unter den Bewohnerinnen und Bewohnern führen

Gerade Eigentum hat das Potenzial, um das Verantwortungsgefühl und die Identifizierung von Bewohnerinnen und Bewohnern gegenüber „ihrem“ Wohnquartier zu steigern.

In Zusammenarbeit mit dem Planer-Team Schneider Raumentwicklung und Städtebau / Ernst Niklaus Fausch Architekten wurde in der Folge mit dem nun vorliegenden Masterplan eine nach Ansicht des Stadtrates zukunftsgerichtete und erfolgversprechende Grundlage für die Ausarbeitung eines neuen Gestaltungsplans geschaffen, der nun im Auftrag der Grundeigentümerschaft in Angriff genommen wird. (sko)

Präsentation Masterplan

Unter der Führung von Stadtpräsident Martin Wey werden die Verantwortlichen die Ergebnisse des Masterplans in Anwesenheit des Grundeigentümers öffentlich präsentieren.

Der Anlass findet am Freitag, 29. September 2017, um 19 Uhr in der Aula des Berufsbildungszentrums Olten an der Aarauerstrasse 30 statt.

Alle Interessierten sind herzlich willkommen.