Olten
Maria Felchlin ist zurück: Das Grabmal steht neu auf dem Platz mit ihrem Namen

Das Grabmal der ersten Ärztin im Kanton Solothurn steht neu auf dem nach ihr benannten Platz in Olten. Und die Stadt Olten kostet dies viel weniger als zuerst angenommen.

Fabian Muster
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Die Büste von Maria Felchlin mit den neu gepflanzten Blumen steht vor der Friedenskirche.

Die Büste von Maria Felchlin mit den neu gepflanzten Blumen steht vor der Friedenskirche.

Bruno Kissling

Im vergangenen Jahr ist das Grab von Maria Felchlin nach der ordentlichen Grabesruhe von über 30 Jahren beim Friedhof Meisenhard geräumt worden. Im ersten Moment war nicht klar, was mit dem Grabstein der 1987 verstorbenen ersten praktizierenden Ärztin im Kanton Solothurn und Vorkämpferin des Frauenstimmrechts geschehen soll. Es schalteten sich mehrere Personen ein. Schliesslich kümmerte sich der Oltner Kulturvermittler Peter André Bloch darum und wurde aus Felchlin-Kreisen angefragt, ob der Grabstein nicht an einem neuen Standort in der Stadt platziert werden könnte. Bloch klärte dies im Auftrag der Familie ab und schlug vor, diesen auf dem Maria-Felchlin-Platz im Oltner Säliquartier aufzustellen. Die Familie war damit einverstanden.

Umso erfreuter zeigt sich Bloch auf Anfrage nun, dass die Bronzebüste inklusive neuem Sockel aus Kalkstein ihre neue Heimat gefunden hat: Seit Mitte dieser Woche steht die Allegorie «Das Leben» des Bildhauers Josef Kuhn auf dem Platz, der zu ihren Ehren seit dem Jahr 1996 so heisst.
Ebenso erfreulich aus Sicht Oltens ist, dass sich die Stadt einen grossen Teil der Kosten für die Neuinstallation von rund 5000 Franken sparen kann. Gemäss dem Balsthaler Bildhauer Norbert Eggenschwiler, der den neuen Sockel erstellt hat, ist das Grabmal auf dem Platz vor seinem Atelier nämlich von einem Fahrzeug beschädigt worden und damit ein Versicherungsfall. Das Einzige, was die Stadt berappen muss, sind das neue Fundament und die neu erstellten Blumenrabatten.

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