Am Sonntagabend, gegen 19.30 Uhr, wurde in Olten im Bereich der Holzbrücke eine treibende Person mit grünen Badehosen gesehen, die immer wieder abtauchte. 

Laut Zeugen handelt es sich um einen dunkelhäutigen Mann; wohl ein Asylbewerber, der nicht gut schwimmen konnte. Er hatte noch laut um Hilfe gerufen. 

Gino war einer der Zeugen, die die Polizei alarmierten. Er setzte sich an jenem Abend gerade mit seiner Freundin ans Aareufer, als er aus der Mitte der Aare «einen energischen Schrei» vernahm. Ein junger Herr hat um Hilfe geschrien. «Bitte Bruder hilf mir!», habe er mehrmals gerufen, erzählt Gino gegenüber TeleM1. 

Weil er selbst nicht gut schwimmen kann, stürzte er sich nicht in die Strömung. Gino wollte helfen, wusste aber, dass er sich selbst damit gefährden würde. Seine Freundin und er alarmierten sofort die Polizei.

„Er schrie um Hilfe!“

„Er schrie um Hilfe!“

Asylbewerber ertrunken? Passanten sahen, wie ein dunkelhäutiger Mann in der Aare in Olten immer wieder abtauchte. Die Suchaktion war bisher erfolglos.

Letztmals wurde der treibende Mann auf der Höhe Bahnhofbrücke gesehen, kurz darauf verschwand er von der Wasseroberfläche. Die Polizei leitete umgehend die Suche nach dem Unbekannten ein. 

Am Montagmorgen suchte die Polizei weiter das Gebiet zwischen der Oltner Bahnhofbrücke und dem Wasserkraftwerk in Niedergösgen mit einem Schlauchboot und zu Land mit einer Patrouille ab. Zudem waren Abklärungen zum Hergang sowie der Identität der vermissten Person im Gang. 

Um die Mittagszeit wurde die Suche laut Andreas Mock, Mediensprecher der Kantonspolizei, «ergebnislos abgebrochen». Möglich sei, dass die Person unerkannt ausgestiegen sei, wahrscheinlicher aber, dass jede Hilfe für die vermisste Person zu spät komme. 

Die Polizei bittet die Bevölkerung um Mithilfe. Personen, welche den Vorfall beobachtet haben oder Angaben zur unbekannten Person machen können, werden gebeten, sich mit der Kantonspolizei Solothurn in Olten in Verbindung zu setzen, Telefon 062 311 80 80. (ldu/ot)