Fussball
Manager freut sich: «Jetzt ist der FC Wangen gerettet»

Riesige Erleichterung auf der Chrüzmatt: Wangen kann dank des 2:0-Siegs gegen den FC Schötz nur noch theoretisch aus der 1. Liga absteigen. Manager René von Euw freut sich über den Ligaerhalt seines Teams.

Raphael Wermelinger
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René von Euw: Teammanager der 1. Mannschaft des FC Wangen.

René von Euw: Teammanager der 1. Mannschaft des FC Wangen.

zvg

Nach dem Sieg gegen Schötz liegt der FC Wangen ein Spieltag vor dem Saisonende drei Punkte vor der Abstiegszone. Sursee kann am nächsten Samstag zwar punktemässig mit Wangen gleichziehen, hat aber das deutlich schlechtere Torverhältnis: 34:55. Wangen hat 32 Tore geschossen und 43 kassiert. Sursee braucht einen Kantersieg gegen den Tabellensiebten Zug. Und auch der würde nur helfen, wenn Wangen im Derby beim FC Solothurn nicht punktet. Alles nur noch Theorie, sagt FCW-Teammanager René von Euw.

René von Euw, darf man bereits zum Ligaerhalt gratulieren?

René von Euw: Ja sicher, jetzt ist der FC Wangen gerettet. Diese zehn Tore geben wir im letzten Spiel nicht mehr her. Im Gegenteil: So gut wie das Team in den letzten Spielen eingestellt war, werden wir zum Abschluss auch gegen Solothurn punkten.

Wurde denn auch schon gefeiert nach dem Sieg gegen Schötz?

Natürlich, wir hatten einige Feste in den letzten Wochen. Schliesslich war für uns jedes Spiel ein Cupmatch. Und wenn man die dringend benötigten Siege einfährt, darf man sie auch feiern.

Lange sah es düster aus für den Verbleib in der 1. Liga. Der Rückstand auf einen rettenden Platz betrug zwischenzeitlich sieben Punkte.

Ich habe immer daran geglaubt. Der Wendepunkt war der glückliche Sieg beim FC Bern, als wir in der 94. Minute das 2:1 erzielten. Ab da gings aufwärts, man hat immer deutlicher die Handschrift von Trainer Dariusz Skrzypczak gesehen.

Aus den letzten sechs Spielen resultierten sehr gute 13 Punkte. Wieso war das Team plötzlich so erfolgreich, als es das Messer am Hals hatte?

Zuerst nochmals ein grosses Lob an Dariusz Skrzypczak. Er wurde während der gesamten Rückrunde nie hektisch und war immer positiv eingestellt. Das hat sich auf das Team übertragen. Ein sehr gutes Beispiel für unsere Leistungssteigerung ist Dragan Gyorgiev. In der Schlussphase der Vorrunde war er völlig von der Rolle, wurde viel zu sehr in die Defensivarbeit eingebunden. Skrzypczak hat erkannt, dass Gyorgiev ein Künstler ist, der Freiheiten braucht, um sich zu entfalten. In den letzten Spielen hat er regelmässig getroffen und ist mittlerweile unser bester Skorer.

Im entscheidenden Moment hielt auch die Defensive dicht: nur ein Gegentor in den letzten drei Spielen. Woher kam diese plötzliche Stabilität?

Wir standen während der ganzen Rückrunde hinten viel solider. In der Vorrunde fehlte Captain Blerim Bekteshi in der Innenverteidigung. Seine Rückkehr hat viel bewirkt. Dafür fehlten in der Rückrunde mit Faton Hajdari (verletzt) und Reto Heuscher (Militär) zwei andere Innenverteidiger. Deshalb hat Skrzypczak Driton Tahiri zum Abwehrspieler geformt. Driton hat fantastisch gespielt. Und mit Aleksandar Milushev ist im Winter ein Bomben-Aussenverteidiger zu uns gestossen. Die Winter-Zuzüge haben generell alle sehr gut eingeschlagen.

Jetzt wartet zum Abschluss noch das Derby gegen Solothurn. Was erwarten Sie vom letzten Auftritt des FCW?

Nach den letzten Erfolgen gehen wir erhobenen Hauptes nach Solothurn. Jetzt können wir etwas lockerer spielen, trotzdem wollen wir noch etwas reissen.

Wie weit ist die Planung für die nächste Saison fortgeschritten?

Viele Wechsel wird es nicht geben. Die Mannschaft hat in der Rückrunde gezeigt, dass sie gut genug ist für diese Liga. Ich persönlich werde in der nächsten Saison kürzertreten. Zwar werde ich weiterhin für die ausländischen Spieler schauen, doch Teammanager werde ich nicht mehr sein.