Tanztage
«Magie ohne Worte» – Olten ist wieder im Tanzfieber

Die 21. Tanztage sind am Mittwoch angelaufen. Rund 1'000 Gäste werden zum fünftägigen Spektakel erwartet. Bis Sonntag wird ein Querschnitt durch zeitgenössisches Tanzschaffen präsentiert.

Urs Huber
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Ursula Berger, die Mutter der Oltner Tanztage, mit Gästen bei der Eröffnung.
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Ursula Berger spricht von der «Magie ohne Worte», wenn sie Tanz meint.
Eröffnet wurde das Festival durch Solothurns Landammann Roland Fürst..
Tanztage Olten Eröffnung

Ursula Berger, die Mutter der Oltner Tanztage, mit Gästen bei der Eröffnung.

Bruno Kissling

Ursula Berger ist die eigentliche Mutter der Oltner Tanztage. Heute Artistic Director und Präsidentin des organisierenden Vereins Tanz in Olten weiss sie genau Bescheid um die vergangenen zwei Jahrzehnte der Tanzgeschichte in der Stadt.

Ihre Bilanz zum gestrigen Auftakt der 21. Auflage in der Schützi ist eine Erfreuliche. Denn Berger erklärt: «Tanz findet ein zunehmend grösseres Publikum.» Mit einer Zuschauerauslastung von 70 bis 80 Prozent rechnen die Verantwortlichen.

«Das sind rund 1000 Gäste», sagt Ursula Berger. Grössere Schwankungen seien meist in der Anzahl Produktionen begründet.

Die Präsidentin spricht von der «Magie ohne Worte», wenn sie Tanz meint. Dennoch: Es ist und bleibt keine leichte Aufgabe, die notwendigen Gelder für just diese Magie zu generieren. Berger bestätigt das.

Das heurige Budget beläuft sich auf rund 175 000 Franken, das günstigste der in Olten auftretenden Ensembles schlägt mit rund 6000 Franken zu Buch.

Ein Fixstern im Kulturbereich

Bis Sonntag ermöglichen die Oltner Tanztage einen Blick ins Kabinett der Körpersprache. Der Anlass sei ein Fixstern in Kulturbereich, betonte Berger an der gestrigen Eröffnung mehrfach.

Und noch bevor das Ballett Junior de Genève mit zeitgenössischem Wirken für die tänzerische Ouvertüre sorgte, brachte Landammann Roland Fürst in seiner Ansprache zum Ausdruck: «Der Verein Tanz in Olten hat den modernen Tanz in der Region und darüber hinaus populär gemacht.»

Er lobte Ursula Berger für deren Beharrlichkeit, im Sinne des modernen Tanzes zu wirken. «Eine Frau, die nicht nach links und nicht nach rechts schaut, sondern geradeaus. Und alles für den Tanz», so dessen salbungsvollen Worte.

Und ermutigend seine Erkenntnis für alle Anwesenden: «Wer tanzt, ist geistig flexibler.» Das zumindest bewies dann das Genfer Ensemble.