Letzten Sommer porträtierte diese Zeitung Beni Fasnacht und seinen Lumilauta-Shop an der Mühlegasse in der Lädeli-Serie. Er sprach damals davon, in ein grösseres Lokal umzuziehen. Etwas Handfestes war noch nicht in Planung. Etwas mehr als ein halbes Jahr später hat er sich seinen Wunsch bereits erfüllt: «Ich habe nicht gedacht, dass es so schnell geht», sagt Fasnacht.

Am Samstag, 27. April, um 10 Uhr eröffnet der bald 34-Jährige seinen doppelt so grossen Verkaufsladen an der Solothurnerstrasse 22, dem früheren Bettenladen Idormo. Statt 50 hat er nun 100 m2 zur Verfügung: Das gibt ihm mehr Platz, seine Markenartikel von Schuhen über Kleider und Rucksäcken bis hin zu Stadt-Velos ansprechender zu präsentieren. «Mein früherer Laden war etwas überstellt», gibt er zu. Zudem weitet er das Sortiment aus und führt neu auch Tee, Kaffee, Gewürze, Handgetöpfertes und sogar Bienenhotels – von so regionalen und sozialverträglichen Produzenten wie möglich. Und seine Gin-Ecke, die er sich früher ausgemalt hat, ist nun Tatsache. Sogar mit einer limitierten Ausgabe seines Lieblingsproduzenten aus Hamburg. Anfang März feierte er nämlich auch den 10. Geburtstag seines Ladens.

Dank des attraktiveren Standorts erhofft sich Fasnacht vor allem mehr Laufkundschaft. «Das Hammer Center ist gleich gegenüber, mehrere Busse pro Stunde fahren vorbei und abends schauen mir die Vario-Bar-Gäste ins Schaufenster.» Und dass vor allem mehr Einheimische bei ihm einkaufen. Er hätte zwar Kunden aus dem Gäu, dem Niederamt oder sogar aus dem benachbarten Aargau und Baselbiet. Doch im Vergleich dazu seien die Oltner zu wenig stark vertreten. «Es ergibt keinen Sinn, ständig zu jammern, die Stadt biete nichts und dann trotzdem online einzukaufen.» Er jedenfalls finde alles in Olten. Und wenn er am neuen Standort mehr Geld verdiene – umso besser. «Doch mit der Krise im Detailhandel muss ich schon froh sein, wenn ich den Umsatz halten kann.»