Olten

Luftschutz-Anlage im Gheid wird erneuert – danach kehren die Soldaten zurück

Ein Teil der Innenrichtung wie die Matratzen müssen ersetzt werden.

Ein Teil der Innenrichtung wie die Matratzen müssen ersetzt werden.

Nach dem Auszug der Asylbewerber aus der Luftschutz-Anlage im Oltner Gheid im Jahre 2016 gibt es Sanierungs- und Erneuerungsbedarf. Für die Stadt Olten, die Besitzerin der Anlage, kostet dies aber nichts.

Vor rund vier Jahren kamen die ersten Asylbewerber nach Olten, genauer gesagt in die Anlage für die Luftschutztruppe (Alst) im Gheid. Es waren vor allem junge und ausschliesslich männliche Flüchtlinge aus den Krisengebieten Afghanistan oder Syrien. Während eines Jahres bot ihnen die Alst ein Dach über dem Kopf. Im November 2016 wurden die verbliebenen Asylanten nach Gretzenbach umgesiedelt. Die Einrichtung wurde weiterhin als Reserveraum genutzt.

Auch nach drei Jahren sind die Spuren der einstigen Nutzungen noch gut ersichtlich. «Während dieser Zeit gab es eine hohe Belegung in der Anlage», sagt Franco Giori, Leiter Ordnung und Sicherheit der Stadt Olten, auf Anfrage. Das habe zu einer hohen Abnutzung der unterirdischen Anlage geführt. «Betroffen sind zum Beispiel die sanitären Anlagen, welche täglich von 40 bis 80 Männern genutzt wurden», so Giori. Aber nicht nur die intensive Belegung durch die Flüchtlinge habe der Alst einiges abverlangt, sondern auch das Alter der Anlage selbst. Aus diesen Gründen muss die militärische Unterkunft saniert werden. «Dazu werden noch Einbauten rückgebaut, welche für das Flüchtlingsdurchgangscenter genutzt wurden», fügt Giori hinzu. Alles soll wieder so in Ordnung gebracht werden, damit wieder die Armee hier einziehen kann. Bei der Inneneinrichtung für die Soldaten müssen Matratzen und Materialspinde der Soldaten dringend ersetzt werden.

Kosten im tiefen sechsstelligen Bereich

Eigentlich handelt es sich bei der Alst um eine militärische Gruppenunterkunft mit rund 136 Liegeplätze sowie einer Küche, einem Essraum und einem Arbeitsraum. In Friedenszeiten kann die Alst auch an private Organisationen vermietet werden. Die Anlage wurde von der Armee in den früheren Jahren oft zwischen vier und fünf Mal im Jahr genutzt. Obwohl es hier um eine militärische Einrichtung handelt, gehört sie nicht etwa dem Bund oder der Armee, sondern der Stadt Olten.

Die Kosten für die Sanierung und Erneuerung der Anlage kostet die Stadt allerdings nichts und wird vollumfänglich von Bund und Kanton übernommen. Daher gibt es auch keinen Posten im Budget 2020. «Die Inneninfrastruktur wie zum Beispiel die Küchenerneuerung wird durch den Bund finanziert», sagt Giori. Die voraussichtlichen Kosten bewegen sich im tiefen sechsstelligen Bereich. Bis Ende März wolle man mit den Arbeiten fertig sein, sagt Giori.

Für die Anlage selber muss die Stadt Olten ausser dem jährlichen Unterhalt von rund 30000 Franken für Heizung, Strom und kleineren Unterhalt nichts zahlen. Sie darf diese im Gegenzug aber auch vermieten und die Einnahmen behalten.

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