Olten

Lohntopf fürs städtische Personal wird um fast einen Viertel verkleinert

Grösster Sparposten in Olten: Die Polizei.

Grösster Sparposten in Olten: Die Polizei.

Gemäss Budget 2016 sollen in Olten die Besoldungskosten des städtischen Personals von 20 auf gut 15 Millionen Franken sinken. Der grösste Sparposten betrifft die Polizei.

Die Meldung, wonach die Lohnkosten für das städtische Personal in Olten im Budgetentwurf 2016 fast einen Viertel unter dem Betrag in der Rechnung 2014 liegen, hat allenthalben Erstaunen ausgelöst. Doch die Zahlen, die der Oltner Finanzverwalter Urs Tanner dieser Zeitung vorlegte, beweisen, dass dem so ist: Während die Lohnkosten für das städtische Personal in der Rechnung 2014 gut 20 Mio. Franken ausmachten, sind für 2016 insgesamt noch gut 15 Mio. Franken veranschlagt, also um die 5 Mio. Franken bzw. fast einen Viertel weniger.

Polizei: Minus 3,4 Mio. Franken

Die grösste Reduktion (rund 3,4 Mio. Franken) ergab sich bei den Lohnkosten der Stadtpolizei, die in die Kantonspolizei integriert wird. Dadurch sinken die Lohnkosten von rund 4,4 Mio. Franken auf knapp 1 Mio. Franken. Hinzu kommen Reduktionen in sechsstelliger Grössenordnung in den Bereichen Kanzlei/Stabstellen (-106 915 Franken), Stadtbibliothek (-121 943 Franken), Umweltschutz (-109 654 Franken), Raumordnung (-702 910 Franken) sowie bei den allgemeinen Personalkosten (-173 384 Franken).

Fast 50 Stellen weniger

Die Reduktion der Lohnkosten widerspiegeln sich in der Personalentwicklung der Verwaltung der Stadt Olten. Während die Rechnung 2013 insgesamt 210,8 Stellen (alle Stellen in Vollzeitpensen umgerechnet) und die Rechnung 2014 total 193,8 Stellen ausweisen, sind es im Budgetentwurf 2016 noch 162,6 Stellen. Das ergibt aus dem Blickwinkel des Budgetentwurfs 2016 einen Abbau von 48,2 Stellen gegenüber der Rechnung 2013 und eine Reduktion von 31,2 Stellen zur Rechnung 2014. 

Besonders ins Gewicht fällt logischerweise auch hier die Reduktion bei der Stadtpolizei, die im Budgetentwurf 2016 mit 8,1 Stellen figuriert, gegenüber 37,8 in der Rechnung 2013 bzw. 33,8 Stellen in der Rechnung 2014. Im Bereich Kanzlei/Stabstellen/Archiv sind 2016 noch 5,7 Stellen vorgesehen; im 2013 waren es noch 8,2 Stellen. Ausserdem wurden zwei Stellen (Umweltschutzamt, Stadtentwicklung) aufgehoben, wodurch gesamthaft 2,6 Stellen gestrichen werden konnten.

Den grössten Personaletat weist nach dem Werkhof (inkl. Friedhof, Bestattungen) mit 43,2 Stellen die Bauverwaltung mit 12,1 Stellen auf. Hinzu kommen die 27,7 Stellen der Sozialregion, welche allerdings die Stadt Olten nicht alleine zu berappen hat.

Bloss marginal sind gegenüber dem städtischen Verwaltungspersonal die Reduktionen beim Lehrpersonal (inkl. Verwaltungspersonal Bildung): Die Personalkosten betragen 22,1 Mio. Franken in der Rechnung 2013, 21,7 Mio. Franken in der Rechnung 2014 und 21,6 Mio. Franken im Budgetentwurf 2016.

Gesamtaufwand sank massiv

Es gebe noch viele andere Zahlen, aus denen ersichtlich werde, dass in Olten in den letzten Jahren tüchtig gespart worden sei, meint Finanzverwalter Urs Tanner. So habe sich etwa auch der Gesamtaufwand (ohne interne Verrechnungen) von rund 133 Mio. Franken im Jahr 2010 auf etwa 103 Mio. Franken im Jahr 2014 verringert.

Im Budgetentwurf 2016 wird die 100-Millionen-Franken-Grenze sogar unterschritten (97,7 Mio. Franken). Das ist eine Reduktion um weit mehr als 30 Mio. Franken in den letzten fünf Jahren. Im gleichen Zeitraum sind im selben Umfang die Steuereinnahmen bei den juristischen Personen gesunken (Ausfall der Alpiq-Steuern).

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