Durch das Programm führte der Zauberer Hannes vo Wald, der sich praktischerweise aus Versehen riesig lange Beine gezaubert hatte und daher gut zu sehen war. Der Appenzeller übernahm die Rolle des «Änkermän», stand zur Verfügung für Fragen und die Suche nach verlorenen Eltern, sagte die Musiker an, und erklärte, wo man in der Pause spielen, essen und «brönzle» konnte.

Begeisterung bei Gross und Klein

Direkt vor der Bühne war ein grosser Teppich ausgerollt, auf dem die zahlreich erschienenen Kinder sich hinsetzen konnten. Die meisten zogen es aber vor, zu stehen, um das Musikgeschehen besser mitverfolgen zu können. Es wurde getanzt, mitgeklatscht-, -gesungen und -gebrüllt – die Kinder gingen mit grosser Begeisterung auf die Musiker ein. Mit viel Fantasie wurden bei Andrew Bond Tiere geraten, mit unglaublichem Stimmorgan für Christian Schenker eine Pausenglocke imitiert, und es gab grosse Hilfsbereitschaft für Billy&Benno, bei denen es galt, den eingeschlafenen Sänger zu wecken.

Wer es etwas ruhiger wollte, konnte sich dahinter auf die Holzbänke setzten oder noch weiter hinten auf gemütliche Liegestühle – gute Sicht war überall garantiert. Aber auch einige Eltern liessen sich zum Mitmachen oder Tanzen begeistern. Besonders bei Christian Schenker konnte man sehen, dass viele die Texte auswendig kannten.

Fetzig, rockig, melodiös

Andrew Bond eröffnete das Festival mit seiner «Puureband» und den fetzigen und humorvollen Liedern von seiner neuen CD «Alli mached Mischt». Nach ihm rockte der lokal besonders bekannte Christian Schenker mit den «Grüüveli Tüüfelis» die Bühne. Frech und laut waren die Lieder, der Inhalt reichte von schräg («e hane Fisch ufem Tisch») bis ernst («sagt nein, wenn euch etwas zu weit geht»).

Am Sonntag eroberten die Newcomer Billy und Benno die Bühne und stellten mit spürbarer Freude schnell den Kontakt zu den Kindern her. Dann verwandelten die vier Freunde von «Silberbüx» die Bühne mit musikalisch anspruchsvollen und ansprechenden Klängen in ein Geheimversteck. Last but not least stand dann noch «Sterneföifi» auf dem Programm, die sich schon seit 20 Jahren in der Schweiz einen Namen gemacht haben.

Vielseitiges Angebot

In den Pausen zwischen den Konzerten konnte man sich mit Geschicklichkeitsspielen wie Tischkicker, Malen, Joghurtbasteln oder einem Parcours die Zeit vertreiben. Für den Hunger gab es Hotdogs, Sandwiches und «Schleckzüg» und neben diversen Getränken für die Eltern auch Gratis-Kaffee. Ausserdem verkauften die Musiker CDs, Liedbücher und Fanartikel und gaben «Auto- und Velogramme».