Mehr als 100 000 Läuferinnen und Läufer werden am 8. Mai in 35 Ländern auf sechs Kontinenten den dritten Wings for Life World Run bestreiten. Alle mit dem gleichen Motto: «Lauf, soweit du kannst. Für die, die selber nicht mehr laufen können.»

Sämtliche Start- und Spendegelder kommen der Stiftung Wings for Life zugute. Deren Ziel ist es, Querschnittslähmung heilbar zu machen.

Insgesamt wurden bei der letztjährigen Austragung 4,2 Millionen Franken für den guten Zweck eingenommen. Im illustren Feld der Austragungsorte mit Städten wie Melbourne, Lima und Mailand reiht sich heuer wiederum Olten ein. «Wegen der zentralen Lage, und weil die Stadt Olten den World Run von Anfang an unterstützt hat», begründete Corsin Caluori.

Der Rennleiter eröffnete die Medienkonferenz am Mittwoch im «Lichtspiele» in Olten mit einem stimmungsvollen Video-Rückblick auf das vergangene Jahr. «Das Spezielle am World Run ist, dass die Teilnehmer nicht einer Ziellinie entgegenlaufen, sondern das Ziel von hinten immer näher kommt», erläuterte Caluori die Besonderheit des Laufs.

Dreissig Minuten nach dem Start – in Olten erfolgt dieser um 13 Uhr – wird das «Catcher Car» auf die Verfolgung geschickt. Zuerst mit 15 Stundenkilometern unterwegs, steigert der «Besenwagen» die Geschwindigkeit danach kontinuierlich, bis alle Teilnehmer eingeholt sind.

2015 dauerte die längste Flucht fast 80 Kilometer, Lemawork Ketema erzielte diese Bestmarke in Österreich.

Streckenplan

Streckenplan

 

«Die ganze Welt ist miteinander verbunden, alle starten gleichzeitig unter unterschiedlichsten Licht- und Witterungsverhältnissen», preist Caluori den Event an. Was die Teilnehmerzahl betrifft, soll in Olten heuer die 5000er-Marke geknackt werden. 2015 hatten sich nicht ganz 4000 Starter angemeldet. «49,8 Prozent waren Frauen, das ist ein sehr hoher Anteil für einen Laufanlass», betont Caluori sichtlich stolz.

Beide Male am Start war auch die Solothurner Spitzen-Triathletin Daniela Ryf. In diesem Jahr steht sie gar als Botschafterin des World Runs im Einsatz. «Das ist für mich einerseits eine Ehre, auf der anderen Seite hoffe ich natürlich, dass ich möglichst viele Leute zum Mitmachen bewegen kann», sagte die Olympionikin an der gestrigen Medienkonferenz. «Ich hatte bis jetzt an keinem anderen Lauf so viel Spass. Die Freude und das Mitmachen stehen klar im Vordergrund, und das erst noch für einen guten Zweck.» 

Wings for life: World Run-Botschafterin Daniela Ryf

Wings for life: World Run-Botschafterin Daniela Ryf

Wings for life Pressekonferenz

Wings for life Pressekonferenz