«Fleisch gabs nur am Sonntag, und meistens nur für den Grossvater.» Wer wissen will, was der Landesstreik vor 100 Jahren bei der arbeitenden Bevölkerung im Kanton Solothurn für Auswirkungen auf den Alltag hatte, kann ab heute an verschiedenen Orten im Kanton zum eingangs erwähnten Beispiel zur «Versorgungslage» mehr erfahren.

Die «szenografischen Annäherungen an den Landesstreik», wie die Verantwortlichen das Kunstprojekt «Verschiebungen 18/18» nennen, gehen als Stühle mit integrierter Hörinstallation auf Reisen.

Auszüge aus dem Hörstück «Solothurner Streikprotokoll»

Wer die von 25 Solothurnern gesprochenen Stimmen zum Landesstreik hören will, muss absitzen und sich die Kopfhörer aufsetzen. An der Vernissage vom Mittwoch auf der Alten Holzbrücke in Olten konnten sich die Besucher erstmals Kostproben der sechs Hörstücke mit insgesamt 42 Minuten Länge zu Gemüte führen. (fmu)

Infos zu Standorten und zum Projekt auf https://verschiebungen18-18.ch

Kleine thematische Zusammenstellung von Aussagen aus den rund 30 Interviews, welche die Solothurner Kunstvermittlerinnen Alina Mathiuet, Sarina Pfluger und Simone Mutti in allen Regionen des Kantons zu Themen des Landesstreiks geführt haben.