Olten

Kunstmuseumsleiterin: «Wir hatten wirklich wahnsinniges Glück»

Dorothee Messmer kann aufatmen: Die Kunstwerke sind vom Wasserschaden verschont geblieben.

Dorothee Messmer kann aufatmen: Die Kunstwerke sind vom Wasserschaden verschont geblieben.

Dorothee Messmer zeigt sich erleichtert: Kein einziges Werk wurde beim Wasserschaden im Kunstmuseum Olten in Mitleidenschaft gezogen. Die Schadensumme soll nach neuesten Schätzungen weniger als 10000 Franken betragen.

Für Kunstmuseumsleiterin Dorothee Messmer verlief der vergangene Sonntagmorgen anders als geplant: Um elf Uhr erhielt sie die Nachricht, dass es im Kunstmuseum einen Wasserschaden gegeben habe. «Ich bin sofort ins Auto gestiegen und von Zürich nach Olten gefahren», erzählt Messmer einen Tag nach dem Vorfall.

Als sie am Unglücksort eintraf, war die Feuerwehr längst im Einsatz und die Werke von Otto Morach waren bereits in Sicherheit gebracht worden. «Ich bin wirklich stolz auf mein Team, wie es diese Situation gemanagt hat», sagt Messmer.

Am Montag konnte die Museumsleiterin auf Anfrage bestätigen, dass bei dem besagten Wasserschaden tatsächlich kein einziges Kunstwerk zu schaden gekommen ist. «Wir hatten wirklich wahnsinniges Glück», sagt sie. In dem Raum, in dem Bilder von Otto Morach ausgestellt waren, sei die Decke nur in der Mitte des Raumes richtig feucht geworden.

«Hätte sich die Feuchtigkeit den Wänden entlang ausgebreitet, hätte es auch die Morach-Bilder betroffen», schildert Messmer, was im schlimmsten Fall hätte passieren können. Einzig im Archiv- und Bibliotheksraum sind einige Kisten feucht geworden. «Deren Inhalt haben wir nun zum Trocknen ausgelegt. Es handelt sich dabei aber um keine wertvollen Dokumente.»

«Ein marginaler Schaden»

Zum Wasserschaden kam es just am Tag der Finissage der Otto-Morach-Ausstellung. Deshalb steht dem Kunstmuseum-Team nun eine zweiwöchige Umbauphase bevor, in der auch die Austrocknung der betroffenen Räume erfolgen soll. Am heikelsten seien in solchen Fällen jeweils die Parkettböden, sagt Adrian Balz, Leiter der städtischen Baudirektion. Er geht davon aus, dass die Schadensumme unter 10 000 Franken ausfallen wird. «Natürlich sind 10 000 Franken viel Geld. Aber eigentlich ist der Schaden marginal. Wir hatten Glück im Unglück.»

So werden auch die kommenden Ausstellungen wie geplant über die Bühne gehen können. Als Nächstes steht am Samstag, 30. November die Jahresausstellung der Solothurner Künstler im Kunstmuseum an. «Wir rechnen damit, dass bis dahin wieder alles in Ordnung ist», so Messmer.

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