Kunstmuseum Olten
Beim Projektwettbewerb kommen Zweifel am Pflichtenheft auf

Es wurde eine dringliche Interpellation von FDP-Vertretern zum Vorgehen rund um den Oltner Projektwettbewerb Kunstmuseum eingereicht. Dabei wird unter anderem die Ausgeglichenheit der Jury hinterfragt.

Urs Huber
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Kunstmuseum (Mitte) und einstiges Naturmuseum (links): Derzeit läuft der Projektwettbewerb Kunstmuseum, der die beiden städtischen Liegenschaften betrifft.

Kunstmuseum (Mitte) und einstiges Naturmuseum (links): Derzeit läuft der Projektwettbewerb Kunstmuseum, der die beiden städtischen Liegenschaften betrifft.

Bruno Kissling

«Ist der Stadtrat der Meinung, dass die Besetzung der Jury hinsichtlich Fokussierung und fachlicher Beurteilung für die Kirchgasse 8 und 10 angemessen ausgewogen ist?» Eine von sechs Fragen aus der dringlichen Interpellation zum Projektwettbewerb Kunstmuseum, welche die beiden Oltner FDP-Parlamentarier Deny Sonderegger und Urs Knapp diese Woche eingereicht haben.

Die Dringlichkeit ihres Vorstosses begründen die beiden mit dem Umstand, dass die Antworten des Stadtrates deutlich vor dem Ende des Projektwettbewerbs am 17. Juni 2021 bekannt sein müssten. Nur so nämlich könnten «die Teilnehmenden am Wettbewerb diesen Input noch für ihre Eingaben verarbeiten».

Wo bleiben Fachleute aus Gewerbe, Wirtschaft, Standortförderung?

Um auf die Eingangsfrage zurückzukommen: Die Interpellanten fragen nämlich, warum weder in die Fach- und Sachjury noch in die Expertengruppe Fachleute aus Gewerbe, Wirtschaft und Standortförderung berufen wurden. Diese nämlich hätten nach ihrer Einschätzung die spezifischen Anforderungen an ein Wohn- und Geschäftshaus an zentralster Innenstadtlage beurteilen können. Qualifikationen, welche nach Einschätzung der Interpellanten den aktuellen Mitgliedern fehlen. Der Projektwettbewerb bezieht sich auch auf den Neubau eines Wohn- und Geschäftshauses an der Kirchgasse 8.

Die Interpellation fragt zudem nach dem Grund, weshalb das vom Parlament gutgeheissene Kostendach bezüglich Kunstmuseum von 10 bis 14 Mio. Franken nicht im Pflichtenheft zum Projektwettbewerb Einzug gehalten hat. Im Parlament hätten die Befürworter des Antrags seinerzeit klargemacht, «dass der Preisrahmen eine zwingende Vorgabe und ein Entscheidungskriterium für den Projektwettbewerb sein soll». Jetzt stehe im Pflichtenheft einzig: «Die Projekteingaben müssen die vorgesehenen relativ knapp bemessenen Anlagekosten berücksichtigen und einhalten», wie die Interpellanten in ihrem Vorstoss weiter festhalten.

Über die Dringlichkeit des Vorstosses wird an der Gemeindeparlamentssitzung vom 26. und 27. Mai befunden.

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