Olten

Kommt es in Olten zur Kampfwahl De Schepper – Zingg?

Werner de Schepper gegen Ernst Zingg.

Werner de Schepper gegen Ernst Zingg.

Nächstes Jahr stehen in Olten Wahlen fürs Stadtpräsidium an. Es stellt sich die Frage, ob Oltens Freisinn überhaupt noch mit einer erneuten Kandidatur von Ernst Zingg rechnet.

«Die FDP der Stadt Olten strebt 2013 das Stadtpräsidium und eine starke Vertretung im Oltner Stadtrat an.» Unter dieser Prämisse hat sich die Leitung des städtischen Freisinns gestern an die Medien gewandt und beigefügt, dass «der Vorstand der FDP Olten die Leitlinien für die Stadtratswahlen 2013 definiert» habe. Die FDP wolle für eine bürgerliche Mehrheit im Stadtrat unter freisinnigem Stadtpräsidium kämpfen.

Namen werden nicht genannt

Offensichtlich weiss die Partei ein beachtliches Kandidatinnen- und Kandidatenpotenzial im Rücken. «Die städtische FDP verfügt über zahlreiche Persönlichkeiten, die den erfolgreichen liberalen Kurs des Stadt- und des Gemeinderats von Olten aktiv gestalten können», schreibt die Partei grossmütig, ohne allerdings Namen zu nennen. Man wolle keine Präjudizien schaffen, so Parteipräsidentin Sarah Honegger. Eine Findungskommission unter der Leitung von Daniel Dähler, Gemeinderat und Vizepräsident der FDP Olten, führe zurzeit intensive Gespräche mit möglichen Kandidatinnen und Kandidaten.

Ein Statement zur Frage, ob sich darunter auch der aktuelle Stadtpräsident Ernst Zingg (FDP) befinde, liess sich Honegger auf Anfrage nicht entlocken. Stattdessen die sibyllinische Bemerkung: «Ernst Zingg konzentriert sich derzeit voll auf sein Amt.» Immerhin haben mit den freisinnigen Amtsträgern Mario Clematide und Ernst Zingg lose Sondierungsgespräche stattgefunden, wie beide auf Anfrage bestätigen. Zu allfälligen Resultaten liessen sie sich aber nicht vernehmen.

«Ich werde alleine entscheiden»

Zingg seinerseits hielt auf Anfrage dezidiert fest: «Zur Medienmitteilung der FDP will ich mich nicht äussern: Aber ob ich noch einmal antrete oder nicht, das entscheide ich allein für mich.» Der Entscheid darüber, so Zingg, sei noch nicht gefallen. In diversen Online-Beiträgen nationaler Medien (Berner Zeitung, Tagesanzeiger, Basler Zeitung) wurde dagegen bereits verkündet, dass Zingg das Präsidium zur auslaufenden Amtsperiode 2013 aufgeben werde. Ein entsprechendes Dementi seiner Hauspartei blieb aus.

Bei De Schepper kommts drauf an

Die Diskussion ums Stadtpräsidium wurde im Zusammenhang mit der freisinnigen Veranstaltung Freiheit.24 vor zehn Tagen in Olten lanciert. Dort trat zutage, dass Mitorganisator und FDP-Sympathisant Werner De Schepper als FDP-Stadtpräsidiumskandidat gehandelt wird. De Schepper hatte auch sein Interesse am Mandat bekundet und schon vor Monaten zu verstehen gegeben, er werde mit Sicherheit das Präsidium anstreben, wenn Ernst Zingg für eine weitere Amtsperiode antrete. Andernfalls wolle er sich die Sache noch überlegen.

Derweil will die FDP Olten den besonderen Fokus im Wahlkampf aufs Stadtpräsidium richten. «Wir sind überzeugt, dass Olten auch in Zukunft nur von einem freisinnigen Stadtpräsidenten erfolgreich geführt werden kann», so Honegger. Der Satz «Die erfolgreiche Steuer- und Finanzpolitik der Stadt Olten ist insbesondere das Verdienst des langjährigen Stadtpräsidenten Ernst Zingg und der FDP-Fraktion», beendet das Communiqué. (hub/mgt)

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