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40-Millionen-Projekt: So könnte der Oltner Stadtrat Schiffbruch der Schulanlage Kleinholz verhindern

Fabian Muster
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Landfläche für das Projekt Schulhaus Kleinholz und Dreifachturnhalle "Windmühle" neben der Oltner Stadthalle.

Landfläche für das Projekt Schulhaus Kleinholz und Dreifachturnhalle "Windmühle" neben der Oltner Stadthalle.

Bruno Kissling

Das neue Schulhaus inklusive Dreifachturnhalle im Oltner Kleinholzquartier ist das grösste Projekt, das der Stadtrat derzeit alleine verantwortet – beim Neubau Bahnhofplatz sind mit den SBB und dem Kanton zwei weitere Player am Drücker. Und es ist das Bauprojekt, das am dringendsten umgesetzt werden müsste, weil die (Klein)Kinder bereits auf der Welt sind. Umso bitterer ist es, dass die Oltner Regierung ausgerechnet bei diesem Vorhaben vor allem in zweifacher Hinsicht enttäuscht: bei den Kosten und bei der Kommunikation. Mit der erneut höheren Investitionssumme werden die Stimmen lauter im Gemeindeparlament – und dann womöglich später vor dem Urnengang in der Bevölkerung – die eine Rückweisung des Projekts an den Absender verlangen. Eine weitere Verzögerung des Schulhaus-Neubaus kann sich die Stadt aber eigentlich nicht mehr leisten.

Kommentar von Redaktor Fabian Muster

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zvg

Umso wichtiger ist es, dass der Stadtrat das bei diesem Projekt zum Teil verlorene Vertrauen zurückgewinnt, um dessen Schiffbruch zu verhindern. Wie könnte das geschehen? Erstens sollen die Kosten, die nun auf fast 40 Millionen angestiegen sind, wie vom Stadtrat bereits beabsichtigt wieder gedrückt worden. Zweitens sind die Vorteile eines Schulhauses inklusive Dreifachturnhalle – und den möglichen Folgen für die Stadthalle – deutlicher zu kommunizieren. Und drittens müsste vor der Volksabstimmung schon klarer sein, was das Projekt für konkrete Auswirkungen auf die Höhe des Steuerfusses hat.

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