Hägendorf

Knapp 200'000 Franken im Plus

In der Aula des Schulhauses Oberdorf wurde die Rechnung genehmigt.

In der Aula des Schulhauses Oberdorf wurde die Rechnung genehmigt.

An der Gemeindeversammlung heisst Hägendorfs Souverän die positive Jahresrechnung 2017 gut.

Stimmenzähler Albert Gehrig hatte es einfach am Donnerstagabend: 26 Einwohner fanden den Weg zur Gemeindeversammlung in der Aula des Schulhauses Oberdorf, auf der Traktandenliste stand nur die Genehmigung diverser Rechnungen 2017. Alle Anträge des Gemeinderates wurden einstimmig angenommen. Nachdem Gemeindepräsident Andreas Heller alle «Zahlenbegeisterten» zum «Zahlenfestival» begrüsst hatte, präsentierte Uli Ungethüm die Jahresrechnungen 2017.

Diejenige der Einwohnergemeinde Hägendorf schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 196'187 Franken ab. In diesem Resultat ist bereits eine Million Abschreibung auf die Raiffeisenarena eingerechnet. Als Grund für dieses gute Ergebnis nannte Ungethüm rund 470'000 Franken Mehreinnahmen bei den Steuern. Auch das Gesamtergebnis der Spezialfinanzierungen sei positiv.

Während bei der Abfallbeseitigung ein Minus von 22'807 Franken steht, gab es Ertragsüberschüsse bei der Abwasserbeseitigung (297'244) und der Wasserversorgung (786'191 Franken) – davon rund 250'000 Franken aus dem Wasserverbrauch der Baustelle Belchentunnel. Nimmt man die Ergebnisse aus dem allgemeinen Haushalt und den Spezialfinanzierungen zusammen, resultiert im Gesamthaushalt ein Ertragsüberschuss von 1'256'815 Franken (nach Gewinnverwendung).

Bilanzsumme von rund 35 Millionen

Die Nettoinvestitionen betrugen rund 2,1 Millionen Franken – 1,6 Millionen waren budgetiert. Die Hauptgründe für die Überschreitung liegen laut Ungethüm im relativ spontanen Kauf des restlichen «Bohnenblust-Landes» (neben Schulhaus Späri), ursprünglich tiefer budgetierten Abrechnungen für den Schulhausanbau Späri und den neuen Pausenplatz Schulhaus Oberdorf. Positiv sei, dass es an anderer Stelle Kreditunterschreitungen (1,59 Millionen Franken) gegeben habe und der grösste Teil der Ausgaben selbst finanziert sei. «Wir haben eine vernünftige Ausgabendisziplin, konnten Schulden und Fremdkapital reduzieren und einige langfristige Hypotheken auszahlen», freute sich Ungethüm über «die vielen erfreulichen Zahlen». Die Bilanzsumme hat sich kaum geändert und beträgt per Ende 2017 rund 35 Millionen Franken.

Die Versammlung genehmigte sowohl Rechnung als auch Nachtragskredite in Höhe von 1'456'793 Franken, die unter anderem den Hägendörfer Anteil an der Klasse für Fremdsprachige in Gunzgen, die Entlastung des Schulhauswarts und einige interne Verrechnungen und zu tief budgetierte Posten betreffen. Auch die ausgeglichenen Jahresrechnungen der Dienstleistungsbetriebe Hägendorf/Rickenbach, die auf Ende 2018 aufgelöst werden sollen und der Sozialregion Untergäu – grösster Aufwandposten rund 12,5 Millionen Franken wirtschaftliche Hilfe – wurden einstimmig genehmigt.

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