Olten

Klettersport ist bei Jungen hoch im Kurs: Trendsporthalle will in zwei Schritten ausbauen

Die Trendsporthalle Momentum bei der Eröffnung im November 2018.

Die Trendsporthalle Momentum bei der Eröffnung im November 2018.

Die Trendsporthalle Momentum im Oltner Industriequartier hat für eine Erweiterung des Betriebs ein Crowdfunding lanciert. Ein noch grösseres Ausbauprojekt folgt erst nach der Coronakrise.

Seit mehr als zwei Jahren ist die Boulder- und Skatehalle Momentum im Oltner Industriegebiet in Betrieb; im November 2018 wurde die Trendsporthalle eröffnet. Seither hat sich das Angebot zu einem beliebten regionalen Treffpunkt für Kinder, Jugendliche und Familien entwickelt, wie die Genossenschaft in einer Mitteilung schreibt. Im Boulder- und Kletterbereich komme man an die Kapazitätsgrenze und will daher ausbauen. Für Kinder und Anfänger ist ein zusätzlicher Boulder-Block und eine zweite Kletterwand vorgesehen, welche speziell für die Kurse ausgelegt wird. Der Ausbau kostet 68'000 Franken.

Um einen Teil davon neben den Eigenleistungen, Eigenmitteln und dem Sport-Toto-Fonds finanzieren zu können, hat die Genossenschaft vor kurzem ein Crowdfunding auf der Plattform Lokalhelden lanciert: In einer ersten Finanzierungsschwelle sollen 20000 Franken gesammelt werden. Bis Stand gestern Abend 18 Uhr haben 56 Unterstützerinnen und Unterstützer 8340 Franken gespendet. Mit diesem Geld könnte die Genossenschaft mit den Arbeiten beginnen. Als Finanzierungsziel hat der Vorstand um Präsident Alex Troitzsch 45'000 Franken angegeben. «Damit könnte auch die langfristige Finanzierung der Trendsporthalle gesichert und weitere Investitionen in Leih- und Ausbildungsmaterial ermöglicht werden.» Für die Sammlung bleibt noch bis Anfang Februar Zeit.

Auf den derzeit vorgesehenen Ausbau soll aber in einem weiteren Schritt noch ein grösseres Projekt folgen. Die Genossenschaft plant, eine weitere Etage unterhalb des bestehenden Bereichs im früheren Brocki-Gebäude der Heilsarmee zu nutzen. Das Konzept ist laut Troitzsch bereits vorhanden: Es soll einen grösseren Aufenthaltsbereich mit Bistrobetrieb geben, dazu Wände zum Bouldern und einen Mehrzweckraum, der von einer Partnerorganisation für weitere Trendsportarten genutzt werden könnte.

Die Idee ist, dass sich Schulen oder Kurse zum Klettern im bisher ausgebauten Bereich der Trendsporthalle aufhalten könnten, während zur gleichen Zeit die untere Etage weiterhin der Öffentlichkeit zur Verfügung stünde. Die Ausbaukosten für diesen grösseren Schritt beliefen sich laut Präsident Troitzsch auf rund 250'000 Franken. Wegen Corona wartet die Genossenschaft allerdings damit noch zu, weil der Ausbau zu höheren Fix- und Personalkosten führen würde. «Damit wir dieses Projekt realisieren und imstande sind, die Investition zu stemmen, muss die Halle gut laufen und müssen Events durchgeführt werden können», sagt Troitzsch.

Die Coronakrise hat nämlich auch bei der Trendsporthalle ihre Spuren hinterlassen. Derzeit ist sie bereits zum zweiten Mal wegen den Massnahmen gegen die Pandemie geschlossen. Nur für den Schulsport für Kinder unter 16 Jahren darf diese derzeit noch genutzt werden. Das trifft die Genossenschaft besonders hart: Denn während der Wintermonate ist die Auslastung viel höher. «Wir würden jetzt am meisten Umsatz machen», sagt Troitzsch.

Weil in der Genossenschaft mit 200 Mitgliedern viel ehrenamtliche Arbeit geleistet wird und man einen Teil der Einnahmenausfälle via Kurzarbeit wieder reinholen kann, wirkt sich die Krise noch nicht «existenziell» aus, so Troitzsch. Dazu kommt eine gute Nachricht: Die Stadt Olten hat ihre Leistungsvereinbarung mit der Genossenschaft um drei weitere Jahre verlängert. So fliessen weiterhin 52000 Franken jährlich in die Kasse der Trendsportler, die dafür Gegenleistungen bei der Sport- und Jugendförderung erbringen müssen.

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