Olten
Kleinwasserkraftwerk produziert bald Strom für 4000 Haushalte

Bereits Mitte Dezember soll das Kleinwasserkraftwerk laufen, das seit letztem Herbst an der Oltner Dünnern unterhalb der Hammerallee gebaut wird. Die Energie soll reichen, um direkt im Umfeld der Anlage rund 4000 Haushalte mit Strom zu beliefern.

Bruno Kissling
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Unterhalb der früheren Oltner Färbi: Das Druckrohr ist fertig; derzeit laufendie Arbeiten für die Wehrklappe zum Aufstauen der Dünnern.

Unterhalb der früheren Oltner Färbi: Das Druckrohr ist fertig; derzeit laufendie Arbeiten für die Wehrklappe zum Aufstauen der Dünnern.

Bruno Kissling

Die Bauarbeiten laufen derzeit gut nach Fahrplan, und der Fertigstellung im Dezember sollte laut Andreas Appenzeller, Projektbetreuer und Vorsitzender der Geschäftsleitung der ADEV Wasserkraftwerk AG in Liestal als Bauherrin, eigentlich nichts mehr im Wege stehen.

Vorausgesetzt, die Dünnern wird in den nächsten Tagen und Wochen nicht wieder wie im Frühjahr Hochwasser führen, was Anfang Jahr zu spürbaren Verzögerungen führte. Dank des trockenen Sommers konnte dies nun aber wieder ziemlich gut aufgeholt werden. Bis Ende September wird derzeit das eigentliche Kraftwerksgebäude errichtet, was keine allzu hohen Wasserpegel der Dünnern vertragen würde.

Druckrohr bereits fertiggestellt

Bereits fertiggestellt ist das 1,7 Meter breite Druckrohr, gelegen neben der früheren Munzinger AG bis zu 5000 Liter pro Sekunde vom Dünnernwasser aufnimmt und der Turbine zuführen wird. Die Turbine mit einem Durchmesser von 1,7 Metern ist bereits fertig und zur Montage bereit. Geschehen soll dies nach der Fertigstellung des Kraftwerkgebäudes ab dem 5. Oktober.

Das gesamte Bauprojekt der Liestaler Firma, die schweizweit zahlreiche Wind-, Solar- und Kleinwasserkraftwerke betreibt, beläuft sich laut Andreas Appenzeller in Olten auf rund 4,5 Millionen Franken. Gleichzeitig mit den Arbeiten am Kleinwasserkraftwerk wurde sowohl oberhalb wie auch unterhalb der neuen Anlage durch den Kanton als Bauherrn das Dünnernbett saniert.

Während die Arbeiten bis zur Schützenmatte bereits fertiggestellt sind, arbeiten Spezialisten oberhalb der Hammerallee-Brücke noch daran, zahlreiche schadhafte Stellen wieder für die nächsten Wassermassen fit zu machen. Die ADEV übernahm das Kleinwasserkraftwerks-Projekt von der Alpiq, welche die Anlage vor Jahren zusammen mit der AEK Energie realisieren wollte.