Olten/Trimbach

Kleines Jubiläum, grosses Programm: Die Banausiade feierte ihren runden Geburtstag

Die Banausiade feierte ihren 20. Geburtstag – die Erfolgsgeschichte kann weiter gehen. Doch die Banause-Zunft zu Olte machts spannend. Sie wollen fortan jährlich entscheiden, ob eine nächste Auflage folgt.

Wie habens die Banausen im Vorfeld genannt? Ein «Making-of»? Wovon? Von den Irrungen und Wirrungen rund um die 20. Banausiade. Diese wurden an der kleinen Jubiläumsausgabe – klein war übrigens nur die Geburtstagszahl, gross hingegen das Programm – zelebriert. Herrlich. Amüsant. Keck. Pfiffig. Und gänzlich mit Political Correctness; von nicht wenigen der gut 900 Gäste im letzten Jahr war deren Fehlen noch beanstandet worden.

Nun, zu beanstanden gabs vielleicht nur eines: Die Zünfter wollen fortan jährlich entscheiden, ob eine nächste Auflage folgt. Die Banause-Zunft zu Olte machts spannend. Wer wusste also im Vorfeld, obs den Vorfasnachtsklassiker künftig noch geben wird. Obwohl: Grund zur Hoffnung bestand. Denn wie die Banausen auf ihrer Homepage selber bemerken, sei der Anlass inzwischen «nicht mehr aus der Oltner Fasnacht wegzudenken.»

Na also. Und siehe da: Zumindest die 21. Banausiade wird es geben, wie Heinz «Nöschi» Neuenschwander nach dem letzten Vorhang bekannte. «Klar, bei dem Publikum und diesem schönen Erfolg, der grad’hinter uns liegt», meinte er. Das Potenzial sei da. «Wenn ich sehe, was die jungen Mitmacher an Ideen mitbringen, ist es sowieso klar.» Gemäss seiner Einschätzung haben 30 bis 40 Prozent der anwesenden Gäste jede der mittlerweile 20 Ausgaben mitgesehen. Einer von ihnen: Werner Moll von der Höckeler Zunft. «Es ist bemerkenswert, wie die Banause-Zunft ihre Veranstaltung auf konstant hohem Niveau halten konnte. Ganz grosses Kompliment dafür», sagte der.

Solid bis in die Grundfeste

Aber zurück zur jüngsten Vergangenheit: nicht einfach, all die Glanzlichter der Geburtstagsausgabe wiederzugeben. Da trat etwa «Nöschi» als Donald Trump auf, in Mimik und Gestik dem US-amerikanischen Präsidenten zum Verwechseln ähnlich, dessen Nonsensbotschaften eingeschlossen. Und Thomas Droll wirkte als Harry Belafonte und dem Banana Boat Song amüsant. Die Rätschwyber mit Obernaar Rahel wiederum sorgten für ein Farbspektakel und verzichteten auf das sonst obligate und oft aufgesetzt wirkende Hochlebenlassen des Obernaaren. Stattdessen: Gesangseinlagen – Prädikat Spitzenklasse, Farbenzauber, witzige und bestens umgesetzte Arrangements zur Programmgestaltung. Solide von A bis Z.

Lachschlager Ruedi und Heinz

Traditionellerweise gehören auftretende Gäste zu einer jeden Banausiade. «Aber es ist schon unsere Idee, 90 Prozent des Programms aus eigenen Kräfte zu stemmen», so Neuenschwander dazu. Heuer waren Ruedi und Heinz zu Gast, das Altersduo, gegeben von Rhaban Straumann und Matthias Kunz. Ihnen flogen die Lachsalven des Abends nur so zu. Duo und Publikum hatten sich gefunden.

Es könnte übrigens zur schönen Gewohnheit werden, dass Varieté-Nummern Einzug halten. Banause Reto Fedeli holte in seiner Pantomime drei Herren aus dem Publikum auf die Bühne und studierte mit diesen eine vergnügliche Choreografie ein. Ganz in der Handschrift der Banause schliesslich agierte Roger Schibler, der am winterlichen Chlause-Schwimmen des Yachtklubs teilnahm und gegen das kalte Wasser ankämpfend allerlei Klatsch und Tratsch über die Organisatoren des Schwimmens verbreitete. Es wurde dabei doch manchem im Mühlemattsaal Trimbach nicht nur deswegen warm ums Herz.

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