Das Jahreskonzert der Musikgesellschaft Hägendorf-Rickenbach wurde durch das Jugendensemble mit der Melodie «Guantanamera» schwungvoll eröffnet. Unter der Leitung von Michael Stalder gelang dem Nachwuchs auch die Wiedergabe von Chuck Berrys «Johnny Be Good» und dem Medley «Abba Forever» so gut, dass die Zuschauer in der gut besetzten Raiffeisenarena noch eine Zugabe erklatschten.

Zum festlichen Auftakt intonierte die Musikgesellschaft Hägendorf-Rickenbach den Marsch «Arsenal» des belgischen Komponisten Jan Van der Roost.

Gäste aus Baden-Württemberg

Präsident Hansruedi Schweizer begrüsste das musikbegeisterte Publikum und erwähnte dabei besonders die Gäste aus dem baden-württembergischen Hohenstaufen, mit denen man im Sommer ein schönes Fest zum 60-jährigen Bestehen der Partnerschaft erlebt hatte.

Geehrt wurden Markus Schindelholz und Willy Rötheli, die vom Solothurner Musikverband zu kantonalen Veteranen ernannt worden sind.

Martin Lüthi, der das Konzert auf sympathische Art moderierte, durfte nun ein erstes Medley ansagen. «The 60’s Collection» enthielt neben den bekannten «Downtown» und «Puppet on a String» auch ein paar romantische Klänge. Mit der rockigen Ballade «Let it Go» aus dem Film «Frozen» wurde man darauf wieder in die kühle Gegenwart geführt. Der beliebte «Bundesrat Gnägi Marsch» erklang zum Abschluss des ersten Konzertteiles.

Mit orchestralen Sound

Simon Glaus spielte das berühmte Solo in «Baker Street» auf seinem Altsaxofon so überzeugend, dass ein Teil des Stückes wiederholt werden musste. Dirigent Oliver Waldmann und seine Musikkommission hatten bei der Auswahl der Unterhaltungsmusik eine gute Hand. Die Medleys von «Mary Poppins» und «Grease» gefielen mit abwechslungsreichen, farbigen Instrumentierungen der einzelnen Songs. Jedes Register konnte sich jeweils klangvoll und mit grosser Spielfreude in Szene setzen.

Ruhig und stets auf orchestralen Sound bedacht leitet Waldmann sein Ensemble. Die moderne Unterhaltungsmusik ist für das Blasorchester eine Herausforderung, die er sichtlich mit Freude annimmt. So kam Udo Jürgens’ Hit «Ich war noch niemals in New York» zügig swingend daher. Dieter Bohlens «Mein Herz», das die Schlagerfreunde von Beatrice Egli kennen, setzte den Schlusspunkt unter den Reigen bekannter und beliebter Songs. Das begeisterte Publikum liess sich zum Mitklatschen hinreissen und rief nach einer Zugabe.

Ausgelassene Open-Air-Stimmung herrschte darauf bei «I sing a Liad für di» von Andreas Gabalier. Nach dem fiebrigen Alpenrock hörte sich die zweite österreichische Zugabe schon fast klassisch an. Gut vorbereitet zeigte sich nämlich die Dorfmusik noch einmal in einem Medley mit Udo Jürgens’ beliebtesten Liedern. Als darauf noch mehr Zugaben verlangt wurden, forderte der Dirigent das Publikum auf, bei «Ich war noch niemals in New York» mitzusingen. Ein abwechslungsreiches, stimmungsvolles Konzert ging damit zu Ende. Das Blasorchester hatte sich dabei von seiner besten Seite gezeigt.