Olten
Kirchgasse als Ort politischer Meinungsäusserung

Am Freitag findet in Olten die Kundgebung «Für die Rechte der Tiere» statt. Dort werden mehrere Aktionen durchgeführt.

Urs Huber
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An der Kirchgasse findet am Freitag «Für die Rechte der Tiere» statt.

An der Kirchgasse findet am Freitag «Für die Rechte der Tiere» statt.

Bruno Kissling

Am Freitag, 4. Oktober, findet auf der Kirchgasse in Olten von ca. 17.45 bis 20 Uhr die Kundgebung «Für die Rechte der Tiere» statt. Erwartet werden rund 50 Personen. «Das ist eine Zahl, wie wir sie aus Erfahrungen von ähnlich grossen Städten kennen», sagt Nathalia Zimmermann, Mitorganisatorin der Aktion, auf Anfrage. Olten habe man zudem ausgesucht, weil die jüngsten Mahnwachen vor dem Schlachthof der Bell in Oensingen stattgefunden hätten und man jetzt die Nähe zu einem breiteren Publikum suche. Mit der Botschaft, dass Nutztiere in der heutigen Zeit der industriellen Verwertung auch als industrielle Wesen angesehen würden. «Dagegen stellen wir uns», so die Aktivistin.

An der Kundgebung werden gemäss stadträtlicher Information gleich mehrere Aktionen durchgeführt. Schilder-Aktion: Die Teilnehmer stehen in einer Reihe mit Schildern (18 bis 19 Uhr); Dying-Aktion: Die Teilnehmer liegen auf dem Boden (19 bis 19.15 Uhr; Chalking Aktion: Die Teilnehmer bemalen den Boden mit Kreide (19.15–19.45 Uhr). «Wir transportieren friedliche Botschaften», so Zimmermann. Es gebe keine straffe Dramaturgie des Auftritts, man sei da spontan. Die Kreidespuren würden vom nächsten Regen verwischt.

Die Abteilung Ordnung und Sicherheit sieht in Rücksprache mit der Polizei Kanton Solothurn keine Notwendigkeit für weitere Verkehrsmassnahmen. Im Rahmen der Prüfung des Gesuchs hat die Polizei Kanton Solothurn auch festgestellt, dass bei der Aktion kein besonderes Sicherheitsrisiko besteht. Der Stadtrat hat die Durchführung der Kundgebung bewilligt.

Bereits am vergangenen Freitag wurde die Kirchgasse zum Zentrum eine Umzugsdemonstration. Das Kurdische Demokratische Gesellschaftszentrum, Solothurn hatte zur Demonstration gegen die Zwangsverwaltung in verschiedenen kurdischen Grossstädten in der Türkei aufgerufen. Erwartet wurden an die 150 Personen.

Der Demonstrationszug bewegte sich von der Fachhochschule durch die Winkelunterführung, über die Holzbrücke via Hauptgasse zur Kirchgasse. Die Kurdische Gesellschaft stellte, nach Absprache mit der Polizei Kanton Solothurn und der Abteilung Ordnung und Sicherheit, einen eigenen Sicherheits- bzw. Ordnungsdienst von 15 Personen, welcher mit Warnwesten gut als solcher erkennbar war. Im Rahmen der Prüfung des Gesuchs hatte die Polizei Kanton Solothurn mitgeteilt, dass kein besonderes Sicherheitsrisiko besteht. Die Polizei begleitete den Umzug sowie die Kundgebung im Rahmen ihrer normalen Patrouillentätigkeit.