Präsidentin Diana Rubli hatte an der 14. Generalversammlung den Anwesenden von einem Vereinsjahr zu berichten, in dem auch Unerfreuliches passiert war. Das betraf vor allem die Tagesstätte Kinderhaus: Das Arbeitsverhältnis mit Kitaleiterin Iris Zimmerli wurde im Februar aufgelöst, nachdem es in den vorangegangenen Monaten zu wachsenden Differenzen mit dem Vorstand gekommen war. Die Leitung ad interim übernehmen die Gruppenleiterinnen, bis eine neue Leitung gefunden ist.

Die Kinder selbst erlebten ein fröhliches Kita-Jahr. Auch in der Elternumfrage, welche die Kita durchgeführt hatte, spiegelt sich dies: In den abgefragten Bereichen wurde das Kinderhaus zu über 90 Prozent mit «sehr gut» oder «gut» bewertet.

Die klassischen Angebote des Vereins liefen auch im vergangenen Jahr reibungslos. Die Spielgruppe Chnöpfli begrüsste wie immer drei gut gefüllte Gruppen mit je 13 Kindern im Ludwina-Giger-Haus. Im Ressort Babysittervermittlung berichtete die scheidende Vermittlerin Susi Merz von zahlreichen Jugendlichen, die selbstständig, zuverlässig und mit Freude als Babysitter im Einsatz sind. Im November hatte der Verein wiederum einen Babysitterkurs des Schweizerischen Roten Kreuzes organisiert, diesmal für die Jahrgänge 2001 und 2002.

Ein Sorgenkind ist der zu Beginn des Schuljahres 2015/16 eröffnete Mittagstisch, den der Verein für Hägendörfer Schulkinder im «Gervasianum» gegenüber dem Schulhaus Oberdorf anbietet: «Die Beanspruchung des neuen Angebots liegt bisher unter den Erwartungen», erläuterte Vorstandsmitglied Stephan Wülbeck. Ein Grund sei die Finanzierung: Der Preis von 25 Franken pro Besuch und Kind werde als zu hoch empfunden.

Die Jahresrechnung schloss bei einem Ertrag von 792 000 Franken mit einem Defizit von rund 55 000 Franken. Dazu beigetragen hatten nicht nur die roten Zahlen aus dem Mittagstisch, sondern auch eine happige AHV-Nachzahlung sowie diverse bauliche Investitionen im Kinderhaus. Auch die Auslastungszahlen der Kita lagen insgesamt unter dem Soll, was laut Diana Rubli einer suboptimalen Gruppenaufteilung geschuldet war.

Veränderungen im Vorstand

Anfang 2016 hatte der Verein den unerwarteten Tod des Vorstandsmitglieds Oskar Sulser zu beklagen. Der erst 59-Jährige hatte sich verdienstvoll um die Immobilie an der Bachstrasse 22 gekümmert. Von ihren Ämtern zurücktraten Felicia Studer, Martin Strub und Spielgruppenleiterin Nelly Jacomet. Letztere hatte dem Vorstand seit der Vereinsgründung während 14 Jahren angehört. Für die «Chnöpfli» ist Nelly Jacomet weiterhin tätig.

Neu gewählt wurden Carmen Laffranchi, Monique Merz, Zemrije Mertz und Lisa Schröder. Weiterhin im Vorstand vertreten sind Claudia Flück, Peter Herzog, Ruedi Heutschi, Stephan Wülbeck und die Präsidentin Diana Rubli. (id/otr)