Olten
Keine Dampf-, sondern eine Solarzellenlokomotive machte die Runde

Vierzehn Buben und zwei Mädchen nahmen das Angebot des Ferienpasses Region Olten gerne an und reisten per Car ihrem Kursziel Münchenstein entgegen, wo die Produktionslinie für eine solarbetriebene Lokomotive wartete.

Urs Amacher
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Urs Amacher

Der Ferienpass Region Olten bietet in den letzten beiden Ferienwochen hundertfünfzig Kurse an, von denen einige doppelt und mehrfach durchgeführt werden. Dies ist nur möglich dank vielen Menschen, die ehrenamtlich und mit viel Engagement mithelfen, ein vielseitiges Programm für die Schulkinder der Region zusammenzustellen und durchzuführen, betonen Cornelia Kaeser und Stella Lehmann vom gemeinnützigen Frauenverein Olten, die für die Aktion verantwortlich zeichnen.

Neue Themen

Jedes Jahr kommen auch neue Themen dazu, heuer beispielsweise einen Bilderrahmen aus Schwemmholz zusammensetzen, eigene Glückwunschkarten gestalten, hinter die Kulissen von Karl’s kühner Gassenschau blicken, Einrad fahren oder Brieftauben kennenlernen. Daneben gibt es Renner, welche jedes Jahr in etwas geänderter Form immer wieder ins Programm aufgenommen werden. Zu diesen zählt etwa der Kurs «Solarlokomotive bauen», der von der Alpiq offeriert wird. Sechzehn Jugendliche im Alter von neun bis zwölf Jahren – vierzehn Buben und zwei Mädchen – fuhren am Dienstagmorgen mit der Alpiq-Reiseführerin Heidi Altenburger über den Hauenstein ins Baselbiet. In der kleinen Werkstatt der Elektra Birseck, Münchenstein (EBM), wurden sie von Claudia Stachl und Ines Krebs erwartet. Die beiden Kursleiterinnen hatten für jedes der Ferienpasskinder ein Kistchen mit Werkzeug und einem Bausatz für die Lokomotive vorbereitet.

Schritt für Schritt erklärte dann Claudia Stachl, unterstützt von Kollegin Ines Krebs die einzelnen Arbeitsgänge. Zuerst galt es, aus einem Bastelbogen die Bilder der Räder auszuschneiden und auf die runden Holzscheiben aufzukleben. Dann wurde die metallene Halterung für die Räder auf das entsprechend zugesägte Sperrholzbrettchen, das als Boden für die Loki dienen soll, angeschraubt. Nun gings ans Einbauen der Achse mit dem Zahnrad, das die Verbindung zum Elektromotörchen herstellt. Nach und nach kamen Wände und Dach hinzu, auch Puffer aus Korkzapfenrondellen und Stromabnehmer aus festem Draht. Oben aufs Dach der Lokomotive montierten die Kinder schliesslich die Solarzelle, die immerhin 0,2 Watt Strom liefert, und schlossen sie mit den zwei feinen Kabeln an den Elektroantrieb an.

Farbe darf nicht fehlen

Zwischen diesen Arbeitsschritten hatten die Jugendlichen jeweils Zeit, die Wände der Modellloki mit Neocolor-Fettkreide individuell zu bemalen. Die sechzehn Mädchen und Buben waren voll Begeisterung bei der Sache und arbeiteten eifrig an ihrem Werkstück. Immer wieder hatten Stachl und Krebs ein Auge auf den Fortgang der Arbeit an der Loki; sie schauten, dass die Schrauben richtig platziert wurden, und unterstützten die Kinder bei strategisch wichtigen Handgriffen. Schliesslich lautet das Credo des EBM-Leiterinnenteams: «Es geht keine Lokomotive aus dem Haus, die nicht funktioniert und rund läuft.»

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