Olten
Kein zweiter Fall Schafer: SP Olten überarbeitet ihre Stukturen

Damit eine Anmeldung nicht noch einmal vergessen gehen kann, will die SP Olten ihre Strukturen überarbeiten. Die SP Olten wehrt sich gegen Spekulationen, sie habe die Anmeldung absichtlich vergessen.

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Für ihn wurde ein Traum zerstört: Peter Schafer

Für ihn wurde ein Traum zerstört: Peter Schafer

«Es kann vorkommen, dass die Belastung zu gross wird und ärgerliche Fehler passieren», schreibt die SP Olten am Mittwochmorgen in einem Communiqué. Die Geschäftsleitung der SP Olten übt Selbstkritik. Es sei ihr offenbar nicht gelungen ist, die Strukturen derart zu gestalten, dass solche Fehler nicht passieren könnten. «Ein Team von drei bis fünf engagierten Parteimitgliedern wird die Leitung der SP Olten vorübergehend übernehmen mit dem klaren Ziel, möglichst rasch ein dauerhaftes Co-Präsidium einzurichten und die Strukturen der Geschäftsleitung zu überarbeiten.»

Die Ergebnisse dieser Überarbeitung sollen den Parteimitgliedern an der nächsten Parteiversammlung vom 5. Juni 2013 vorgelegt werden.

«Wilde Gerüchte»

Gegen die «wilden Gerüchte», dass die Anmeldefrist absichtlich verpasst worden sei, wehrt sich die Ortspartei. «Diese Mutmassungen weist die SP Olten an dieser Stelle ausdrücklich zurück.» Peter Schafer sei an der Generalversammlung vom 24. April 2013 einstimmig als Kandidat für das Stadtpräsidium nominiert worden und geniesse den «vorbehaltlosen Rückhalt der Partei».

Die SP Olten schätzt Peter Schafers jahrzehntelangen Einsatz für die sozialdemokratischen Anliegen sehr und wird auch in Zukunft auf ihn zählen.

Präsident tritt zurück

Lukas Derendinger, Präsident der SP Olten, zieht die Konsequenzen aus dem Debakel und tritt per sofort von seinem Amt als Präsident der SP Olten zurück. Derendinger hatte das Amt seit dem Rücktritt von Alex Capus im April 2012 ad interim übernommen und war an der GV vom 24. April 2013 einstimmig bestätigt worden.

Innerhalb der Partei sei die Enttäuschung über die verpasste Anmeldung sehr gross, heisst es im Communiqué weiter. Doch die Wertschätzung für den Einsatz, welchen Derendinger in den letzten Jahren geleistet hat, überwiege. (ldu)