Olten

Kein Adventsdorf in der Kirchgasse wegen Corona: Die Organisatoren wollen kein Risiko eingehen

Eine Montage der möglichen Attraktionen beim Adventsdorf in der Kirchgasse.

Eine Montage der möglichen Attraktionen beim Adventsdorf in der Kirchgasse.

Erstmals wäre die Kirchgasse in der Vorweihnachtszeit zum einem Adventsdorf geworden. Daraus wird nun wegen den steigenden Coronafallzahlen nichts. Die Organisatoren hoffen auf die Erstauflage im nächsten Jahr.

Das geplante Adventsdorf steht unter keinem guten Stern: Vergangenes Jahr kurz vor der Adventszeit hat diese Zeitung erstmals darüber berichtet; für eine Realisierung im 2019 war es aber zu kurzfristig. In diesem Jahr macht den Organisatoren nun Corona einen Strich durch den Terminplan: Der Vorstand von Gewerbe Olten hat an der Sitzung am Mittwochmorgen beschlossen, den Anlass, der vom 3. bis 23. Dezember in der Kirchgasse stattgefunden hätte, abzublasen. «Der Entscheid basiert – trotz vorhandenen Schutzkonzepts – auf der Aufforderung von Bund und Kantonen zum Handeln sowie auf der aktuell drohenden Verschärfung der Massnahmen», heisst es in einer Mitteilung.

«Wir haben uns schwergetan», sagt Vizepräsident Reto Spiegel auf Anfrage. Man wolle aber kein Risiko eingehen und es sei vernünftiger, sich jetzt zurückzuhalten. An einem solchen Anlass sei es sehr schnell möglich, dass 10 bis 15 Leute zusammenstehen und sich untereinander anstecken könnten. Zudem werden derzeit grössere Treffen infrage gestellt. Zum Teil hätten die Leute schon jetzt keine Lust mehr dazu. Für die 20-tägige Veranstaltung erwarteten die Organisatoren bis zu 20'000 Besucher.

Die Planung für das Adventsdorf mit rund 35 Holzhüttli und einer künstlichen Eisbahn in der Oltner Kirchgasse war schon sehr weit fortgeschritten. «Vom Kanton hatten wir schon fast grünes Licht», sagt Spiegel. Mit der Stadt Olten hätten die Organisatoren bezüglich Schutzkonzept nochmals zusammensitzen müssen. Trotzdem wird das Budget mit der Absage nicht allzu stark strapaziert: Man habe noch nicht sehr viel Geld ausgegeben, so Spiegel. Ursprünglich betrug das Budget rund 300'000 Franken. Wegen Corona haben die Organisatoren einige Elemente weggelassen, so dass nun deutlich weniger Geld ausgegeben worden wäre, wie Spiegel Ende September gegenüber dieser Zeitung sagte.

Zudem haben die Organisatoren bisher kaum Aufträge erteilt: Die künstliche Eisbahn etwa wäre erst Mitte November bestellt worden. Von den Marktfahrern und den Schaustellern habe man schon Anfragen gehabt, aber die Anmeldungsformulare noch nicht verschickt. Es wäre kein Problem gewesen, genügend Interessenten zu finden, sagt Spiegel. 

Mit der Absage des Adventsdorf ist nun offen, welche Adventsaktivitäten der Oltner Gewerbeverein als Alternative plant. "Wir wollen zur Verschönerung der Innenstadt beitragen, aber keine Ansammlungen von Leuten provozieren", sagt Spiegel. Daher würden zum Beispiel keine Adventskonzerte durchgeführt. 

Meistgesehen

Artboard 1